Stöttwang
Ein Freizeitplatz für die Jugend

|oll| Am «Kreuzweg» wird in Kürze ein befestigter Freizeitplatz «für jeden, zu jeder Zeit» entstehen, der im Sommer hauptsächlich als Skaterplatz und im Winter als Eisplatz dienen soll. Dies beschloss der Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung nach kontroverser Diskussion, in die auch die zahlreichen Zuhörer eingebunden waren.

Mehrere Bürger aus dem Dorf hatten einen schriftlichen Antrag für eine solche Freizeitanlage gestellt. Im Gremium wurde nun über Zuständigkeiten und Haftungsfragen debattiert. Bürgermeister Richard Ficker hatte darüber bereits mit den Antragstellern Rücksprache gehalten. So habe der Sportverein, laut Ficker, kein Interesse als Betreiber signalisiert. Und auch die Initiatoren hätten erklärt, für Schäden und Verletzungen nicht aufkommen zu können. Daher schlug das Gemeindeoberhaupt vor, die Benutzung des Platzes solle auf eigene Gefahr geschehen. In bestimmten Fällen greife die Gemeinde-Unfallversicherung. Verunreinigungen, Sachbeschädigungen und die Aufsicht standen ebenfalls zur Diskussion.

Ein Zuhörer, der Feuerwehr-Kommandant Günther Höbel, meinte, «wenn alle hinsehen, kann gar nichts schiefgehen». Er selbst werde zwei- bis dreimal pro Woche hingehen, um nachzusehen. Eine Zuhörerin meinte: «Es wäre doch schade, wenn der Platz daran scheitern sollte.» Ludwig Merk sagte, es handele sich hier eindeutig um eine sportliche Betätigung und stellte den Antrag, die Gründung einer Abteilung innerhalb des Vereins mit einem Abteilungsleiter zu initiieren. Nur so seien klare Zuständigkeiten und Ansprechpartner gewährleistet. Diese Variante stieß im Rat und bei den Zuhörern allerdings auf wenig Gegenliebe. Rätin Claudia Tichy unterstrich, der Sportverein habe verlauten lassen, er sei «nicht erpicht darauf».

Zweiter Bürgermeister Rudolf Königsberger sagte: «Wir sind ja die Bauherren. Wir können, wenn es sein muss, den Platz jederzeit sperren.» Bürgermeister Ficker sagte vor der Abstimmung, er sehe es als freiwillige Aufgabe der Gemeinde an, für einen solchen Platz Verantwortung zu tragen. Ansprechpartner in allen Fragen sollen die Eltern sein, allen voran Sabine Eichele, Christine Hölzle und Günther Höbel. Die 20 mal 30 Meter große Spielfläche wird demnächst asphaltiert. Vergeben wurden die Arbeiten bei der Sitzung an den kostengünstigsten Anbieter aus der Umgebung für 19500 Euro. Das Anfüllen von Humus an den Rändern sowie die Einsaat von Rasen übernehmen die Eltern und Initiatoren.

Ebenfalls erneut auf der Tagesordnung stand die Verkehrsbeschränkung auf dem öffentlichen Feldweg Linden - Blonhofen. In der Vergangenheit hatten die Gemeinden Markt Kaltental und Stöttwang den Weg erst für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt (wir berichteten).

Laut Bürgermeister Ficker hatte einer der Kaltentaler Gemeinderäte danach aber beantragt, den Weg lediglich für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen zu sperren. Der Gemeinderat der Marktgemeinde hatte diesen Antrag aber abgelehnt und den Beschluss zur Sperrung für alle Kraftfahrzeuge nochmals bestätigt. Nach kurzer Diskussion bekräftigte auch der Stöttwanger Rat mehrheitlich seinen Beschluss. Auf dem Feldweg gilt weiterhin Verkehrsverbot für Kraftfahrzeuge aller Art. Ausgenommen sind Anlieger.

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