Buchloe
Ein fetziger Oldie gegen die Tränen

Einen «fetzigen Oldie» forderte Magdalena Schmid nach ihrer bewegenden Dankesrede als Stimmungsheber. Denn: Als sich der Beifall der zahlreichen Anwesenden legte, war nicht nur die scheidende Rektorin der Staatlichen Realschule Buchloe, die zum 1. September die Leitung einer deutschen Schule im russischen St. Petersburg übernimmt (wir berichteten), zu Tränen gerührt. Nach achteinhalb Jahren wurde die 58-Jährige gestern Vormittag von Kollegen, Politikern, Kirchenvertretern und Freunden in der Aula der Realschule bei einem zwanglosen und bewegenden Empfang verabschiedet.

Welcher Beliebtheit und Anerkennung sich die Lehrerin für Mathematik und Erdkunde erfreut, davon zeugten die zahlreichen Grußworte. «Eigentlich hätte die Schule einen neuen Namen verdient: Magdalena-Schmid-Realschule», meinte Josef Schweinberger. Die Berechtigung dafür läge in den Zahlen, die die Entwicklung der Schule dokumentieren, begründet: In der «Amtszeit» Schmids stieg die Schülerzahl von 307 auf 840, aus zwölf Klassen wurden 29. Dabei habe er von Anfang an die Liebe und Wärme gespürt, mit der Schmid ihrer Arbeit nachgegangen sei.

«Wir holen Sie wieder ab»

«Wenn das in Russland nichts ist, dann holen Herr Schweinberger und ich Sie persönlich wieder ab», sagte Landrat Johann Fleschhut. Ganz nach dem schwäbischen Sprichwort «Was wahr ist, kann man auch sagen» sprach er von einer «Musterschule», die Schmid nun hinterlasse. Dabei seien die Erfolge nicht zuletzt auf die Einstellung und Motivation der 58-Jährigen zurückzuführen.

«Sie übergeben ein wohlgeordnetes Haus, auf das wir stolz sein können», fügte Ministerialbeauftragter Rainer Feller an. Die «exzellente Menschenführung» der Lehrerin sei «nachahmenswert». Feller: «Es sollte mehr solche Schulleiter geben wie Sie.» Schmid bedankte sich bei allen Anwesenden für die «angenehme und schöne Zusammenarbeit» in den vergangenen Jahren: «Ich bin einfach nur glücklich, dass ich diese Schule mit diesen Kindern erleben durfte.»

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