Wiggensbach
Ein Festsaal des lieben Gottes

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Es war ein Freudentag für Wiggensbach. Bischof Dr. Walter Mixa feierte mit Ortspfarrer Gebhard Gomm ein Pontifikalamt. «Großer Gott wir loben dich», sangen die zahlreichen Gläubigen den wohl populärsten Dankeshymnus der christlichen Kirche. Aus voller Inbrunst, wollten sie doch ihre Begeisterung über die gelungene Renovierung ihres prunkvollen Gotteshauses zum Ausdruck bringen. Auch der Bischof von Augsburg sah voller Bewunderung auf Fresken, Stuck und Marmor: «Es ist ein Festsaal des lieben Gottes», betonte der Würdenträger. «In anderen Diözesen wäre dieses Rokoko-Kunstwerk eine Kathedral- oder Domkirche», sagte Mixa. Für ihn ist so ein Gotteshaus «Sinnbild von Schönheit und Glanz des katholischen Glaubens.» Der Erhalt koste viel Geld - ausdrücklich dankte Mixa den Kirchensteuerzahlern.

Der Bischof zollte den «vielen Arbeitern und Betern» Lob, so habe man vor allem die aufwändige Dachsanierung noch vor Wintereinbruch abschließen können. 70 Prozent der Renovierungskosten seien von der Diözese übernommen worden (wir berichteten darüber). Mixa erinnerte an die «ärmlichen Verhältnisse», die zur Bauzeit der heutigen Kirche von 1770 bis 1777 geherrscht hätten. «Wie gläubig müssen doch die Menschen damals gewesen sein, wenn sie dennoch so ein prachtvolles Bauwerk mitgetragen haben.» Noch entbehrungsreicher und in erster Linie gefährlicher würden heute Christen in vielen Ländern der Erde leben: Bis zu 165000 würden jährlich wegen ihres Glaubens umgebracht, so der Bischof. Dabei sei der Mensch, egal welcher Hautfarbe, vom ersten Augenblick seinen Daseins von Gott gewollt und geliebt.

«Und der Herr will, dass unser Leben gelingt. Über den Tod hinaus - das Wiggensbacher Gotteshaus zeigt einen Vorgeschmack auf die himmlische Freude!».

Pfarrer Gebhard Gomm war nach eigenen Worten einmal über das Baugerüst bis zum Dachbeginn «hinaufgekraxelt». Umso mehr dankte er den Firmen und Arbeitern für ihr Werk. Der Geistliche dachte auch an die viele kleinen und großen Spender, darunter Landrat Gebhard Kaiser mit 40000 Euro aus seiner Geburtstags-Spendengala. Natürlich habe auch die Kirchenverwaltung viel geleistet. Bis hin zur «täglichen Bauaufsicht» von Mesnerin Gertrud Dorn, die sogar Arbeiter und Restauratoren mit Kaffee und Kuchen versorgt habe. Nicht zuletzt verwies Gomm auf die «kirchenmusikalischen Glanzlichter» mit Chor (Hans Moosbrugger) und Organist Tilmann Näher.

Beide hatten während des Pontifikalamtes jubiliert (beispielsweise mit dem Halleluja von Bach), und waren damit der göttlichen und baulichen Pracht nahe gekommen.

Natürlich kam bei der anschließenden Hebauf-Feier der Humor nicht zu kurz. «Sie sind mir so einer», schmunzelte Bischof Dr. Walter Mixa in Richtung Gebhard Kaiser. «Beim meinem Antrittsbesuch im Allgäu sagte der Landrat, das Oberallgäu sei der schönste Landkreis in meiner Diözese. Beim zweiten Treffen war das Oberallgäu schon der schönste Landkreis in Bayern». Und kürzlich habe´es eine weitere Korrektur gegeben: «Für Kaiser ist das Oberallgäu nun der schönste Landstrich in ganz Deutschland».

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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