Ein ergreifendes Glaubenserlebnis

Marktoberdorf/Ostallgäu | bs | Morgen an Christi Himmelfahrt geht es in aller Frühe für die Wallfahrer aus Marktoberdorf und Umgebung wieder los. Um drei Uhr morgens startet die 30. Fußwallfahrt des Katholischen Landvolkes zur Wieskirche. Bei der ersten Wallfahrt im Jahre 1979 waren es gerade einmal 25 Gläubige, die den über 30 Kilometer langen Weg von Marktoberdorf bis zur Wieskirche auf sich nahmen. Zwischenzeitlich wurden einige Teilnehmerrekorde gebrochen. 'Wir waren schon einmal über 750 Wanderer', erinnert sich die Marktoberdorferin Perpetua Zwick, die seit Langem an der Organisation der Wallfahrt beteiligt ist.

Über acht Stunden Wanderung

'Es ist einfach ein ergreifendes Glaubenserlebnis und ein großes Zeugnis, das die Wallfahrer ablegen', findet Zwick. Über acht Stunden wandern die Gläubigen, um mittags in der Wieskirche einen Gottesdienst zu feiern. Auf der Strecke kommen sie an verschiedenen Stationen vorbei, an denen gebetet wird und weitere Wanderer hinzustoßen. An der Kirche werden sie auch in diesem Jahr von Prälat und Wiespfarrer Monsignore Georg Kirchmeier empfangen. 'Das lässt er sich auch bei der 30. Wallfahrt einfach nicht nehmen', meint Perpetua Zwick, für die bei der Wallfahrt der Glauben im Vordergrund steht. Hermann Rüth begeistert die Mischung: 'Es sind Gemeinschaft, Glauben und Sport zusammen', sagt der 77-jährige Marktoberdorfer. Zusammen mit seiner Frau Veronika hob er die Wallfahrt 1979 aus der Taufe und organisierte sie 20 Jahre lang. 'Bei Wallfahrten gibt es den Leitspruch, dass der langsamste Dampfer das Tempo bestimmt', sagt Rüth und spielt damit auf das niedrige Durchschnittsalter der Wallfahrer an. 'Es sind inzwischen sehr viele junge Menschen dabei', bestätigt Zwick.

Die einzige Besonderheit beim Jubiläum wird das Kreuz sein. Anstatt der Wiesenblumen, die das Holzkreuz in den vergangenen Jahren zierten, wird es in diesem Jahr mit 30 roten Rosen geschmückt sein. Ansonsten wird alles sein wie immer. Und Perpetua Zwick wird den fleißigen Gläubigen nach dem Gottesdienst einen heißen Tee reichen. Wie in jedem Jahr.

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