Görisried
«Ein Dorf ohne Schule wie eine Familie ohne Mutter»

| dr | Mit einem bunten Abend in der Waldbachhalle hat die Gemeinde Görisried das 100-jährige Bestehen ihrer Grundschule gefeiert. Bürgermeisterin Thea Barnsteiner machte in ihrer Begrüßungsrede deutlich, wie wichtig die Schule für die Gemeinde ist: «Ein Dorf ohne Schule ist wie eine Familie ohne Mutter.» Man sei stolz, dass diese wichtige Einrichtung nun sogar ihren 100. Geburtstag feiern darf.

Auch der stellvertretende Landrat Alex Müller betonte in seinem Grußwort: «Die Schule ist ein Gold-stück, denn sie sorgt für Bildung. Bildung wiederum ist wichtig für unsere Kinder.» Letztere seien schließlich die Zukunft. Gerade in der Grundschule werde dafür der Grundstein gelegt.

Der Rektor der Verbandsschule Unterthingau, Ottmar Hengge, erklärte in seiner Rede, dass die Grundschule ein Symbol dafür sei, «was der Gemeinde und der Elternschaft die Schule wert ist.» Er dankte allen Lehrkräften für die gute Zusammenarbeit und betonte: «Wir sind eine gute Schulfamilie, und das soll in Zukunft auch so bleiben.» Dafür seien vor allem Werte wie Ehrlichkeit, Hilfsbereitschaft oder auch die Liebe zu den Kindern notwendig.

Des weiteren blickte Otto Bayrhof, Lehrer und Leiter der Außenstelle Görisried, auf die Geschichte der Schule zurück. Dabei ging er nicht nur auf die Errichtung der Schule 1909 ein. Er berichtete zum Beispiel auch von einer «schweren Zeit», als die Schule 1945 vorübergehend in eine Herberge für Soldaten umfunktioniert worden war. Ebenso stellte Bayrhof viele Lehrkräfte vor, die in der Vergangenheit an der Schule gewesen sind. Dabei betonte er: «Alle Lehrer, die zu uns kamen, haben sich wohlgefühlt.»

Blick in die Zukunft

Umrahmt wurde die Veranstaltung von der Musikkapelle Görisried.

Zudem präsentierten einige Schüler der Grundschule Einlagen: Sie sangen nicht nur Lieder über das «arme Dorfschulmeisterlein», sondern spielten auch Theater: Die Schulspielgruppe der dritten und vierten Klasse zeigte, wie Schule ihrer Meinung nach gestern aussah, heute ist und morgen vielleicht sein könnte. Die Inszenierung der «Schule der Zukunft» sorgte dabei für einige Lacher im Publikum: Der Schüler von morgen wird mit dem Hubschrauber eingeflogen und hat drei Privatlehrer, die ihm jeden Wunsch von den Lippen ablesen.

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