Ein Dankeschön fürs Ehrenamt

Marktoberdorf/Ostallgäu | ofr | Die ersten Ostallgäuer Freiwilligenpässe sind ausgestellt, jetzt sollen Tausende dieser neuen Dokumente folgen. Im Rahmen einer informativen Feierstunde überreichte Landrat Johann Fleschhut die ersten Freiwilligenpässe stellvertretend an sechs sozial engagierte Personen aus dem Ostallgäu. Der 24 Seiten starke Pass ist Teil des Ehrenamts-Konzepts des Landkreises, zu dem auch das neue Internetportal www.ehrenamt-ostallgäu.de gehört. Das Dokument dient als Nachweis ehrenamtlicher Arbeit und Fortbildung in allen anerkannten Vereinen, Verbänden und Institutionen.

Obwohl der Freiwilligenpass kein offizielles Dokument ist, handelt es sich bei diesem bayernweit einzigartigen Ausweis 'nicht nur um ein Stück Papier', betonte Fleschhut im großen Sitzungssaal des Landratsamtes. 300 Gäste waren gekommen. Von dem großen Andrang waren selbst die Organisatoren überrascht.

Gerade für Firmeninhaber und Personalchefs liefert der Freiwilligenpass laut Fleschhut wichtige Informationen zur Sozialkompetenz der Bewerber. Wer sich ehrenamtlich engagiere, so Fleschhut, der zeigt auch Verantwortungsbewusstsein, Teamfähigkeit, Kreativität und Lernbereitschaft. Wer sich in seiner Freizeit für die Gemeinschaft einsetzt, habe Anerkennung und Unterstützung verdient. Der Freiwilligenpass soll deshalb auch nach außen signalisieren, dass der Landkreis dieses Engagement unterstützt. Landkreisintern versuche man, bürokratische Hürden abzubauen, neue Netzwerke zu initiieren und die Arbeit der Ehrenamtlichen in möglichst vielen Bereichen zu erleichtern.

Breites Spektrum

Exemplarisch für das breite Spektrum der ehrenamtlichen Arbeit im Ostallgäu fiel die Wahl der ersten sechs Pass-Inhaber aus: Zwei junge Schulweghelfer, ein Vorstandsmitglied des Kreisjugendringes, ein erfahrener Dirigent und zwei Frauen, die sich seit langem in Selbsthilfegruppen und Besuchsdiensten für Schwerkranke engagieren, erhielten ihren Freiwilligenpass von Fleschhut - diesmal noch persönlich von ihm unterschriebenen. Bei den nächsten Exemplaren wird das schwieriger: Fleschhut rechnet mit vielen Tausenden Pass-Inhabern im Ostallgäu. Allein das Potenzial von Menschen, die man zusätzlich zur Mitarbeit in ehrenamtlichen Aufgaben bewegen könnte, schätzt Fleschhut auf 35 000 Personen.

Vorgeschlagen werden können die neuen Passinhaber von ihren Vereinen und Verbänden, ausgegeben werden die Pässe in den Heimatgemeinden. Die Mindest-Voraussetzungen für den Freiwilligen-Pass (ab 14 Jahren): Ein einjähriges ehrenamtliches Engagement und ein Wohnsitz im Ostallgäu.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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