Ein begrünter Bolzplatz für die Dorfjugend

Oberstdorf-Tiefenbach | pts | Bei einem derartigen Beispiel, bestehend aus Bürger-Engagement und Gemeinde-Beistand, muss man keineswegs den Ball flach halten. Das dachten sich Fritz Sehrwind und Christian Alt als Beteiligte an einer Privatinitiative im Oberstdorfer Ortsteil Tiefenbach. Und so lieferten sie mit einem kleinen Fest am neugeschaffenen Rasen-Bolzplatz zugleich eine Steilvorlage für Bürgermeister Thomas Müller, der das uneigennützige Miteinander der Dorfgemeinschaft rühmte und danach gegen die Dorfjugend zu einem Spielchen antrat.

Humus und Geräte von Gemeinde

Eltern und Kinder hatten sich gleichermaßen ins Zeug gelegt, um einen begrünten Fußballplatz im Ort zu schaffen. Humus und Gerätschaften steuerte die Gemeinde bei, die zugleich das Areal des verwaisten Tennisplatzes im Tiefenbacher Weidach freigab, weil sich das Gelände wegen der dortigen Hochwassergefahr ohnehin nicht sonderlich für Bauplätze eignet. Zum Teil in Handarbeit trugen bereits die Jüngsten ihren Anteil beim Planieren des Areals bei. 'Das stärkt die Eigenverantwortlichkeit', freute sich Sehrwind, zugleich CSU-Ratsmitglied.

Mit einem kleinen Match ergriffen Tiefenbacher Buben und Mädchen Besitz von ihrem neuen Fußballplatz. Der Heftpflasterverbrauch wird damit enorm zurückgehen. Gab es doch bislang nur die Möglichkeit, auf einem schrundigen Kiesplatz zu kicken. Auch Bürgermeister Thomas Müller und Ortssprecher Toni Huber tummelten sich munter auf dem Rasen und traten sogar zu einem Elfmeterschießen an. Schließlich brachte es Müller in jungen Jahren als Mittelstürmer immerhin bis zur Spielreife in der Fußball-Bezirksklasse.

1937 war an der Stelle, wo jetzt der Ball rollt, ein 'Schwimm- und Sonnenbad' eingerichtet worden, wie es damals hieß. Lange Jahre hatte danch der Tennis-Club Rot-Weiß Oberstdorf im Weidach sein Quartier, bevor er sich in den Hauptort umorientierte.

Jetzt dürften die 'Youngster' des SC Tiefenbach ihre Dribbelkunst unter der Leitung von gestandenen Altherren-Fußballern verbessern, damit der Sportverein eventuell mal wieder ein eigenes Team stellen kann.

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