Rieden / München
Eigener Wille in puncto Mode

Bereits zum sechsten Mal vergibt die Galeria Kaufhof am Marienplatz in München den mit 10000 Euro dotierten «Galeria Kaufhof Award» für die beste Abschlussarbeit an einer Münchener Modeschule. In diesem Jahr ist auch eine Allgäuerin unter den Nominierten: Die Riedenerin Nicola Bärwald.

Nach ihrem Abitur am Jakob-Brucker-Gymnasium 2005 begann sie zunächst an der Technischen Universität München ein Architekturstudium. «Ich wollte kein Jahr vergeuden und mich nur meiner Bewerbungsmappe widmen, sondern mein Wissen und Können im künstlerischen Bereich erweitern», sagt die 24-Jährige. Denn, dass ihre Zukunft im Modebereich liegt, weiß sie schon lange.

Nach erfolgreicher Bewerbung schrieb die Riedenerin Ende Juli dieses Jahres an der Meisterschule für Mode in München ihre Diplomarbeit, mit der sie sich für den Galeria Kaufhof Award qualifizierte. «Die sechs besten Abschlusskollektionen wurden von den Dozenten ausgewählt und eingereicht. Ich hatte das Glück, zu diesen zu gehören.»

Derzeit sind die Kollektionen der Nachwuchsdesigner in den Schaufenstern und im dritten Stock des Kaufhofs zu bewundern. Bis 16. August können die Passanten noch ihre Stimme für die besten Entwürfe abgeben. Eine qualifizierte Jury, zu der unter anderem Modedesigner wie Otto Kern und Lola Paltinger gehören, hat ihre Wahl bereits am 4. August getroffen. Das Ergebnis bleibt allerdings vorerst noch geheim und wird am 4. September bekannt gegeben.

Die Kollektion von Nicola Bärwald ist eine Herbst/Winter-Kollektion und trägt den Titel «Moth» (Englisch für Nachtfalter). Inspiriert ist sie vom Mod-Style (Subkultur, die in den frühen 1960er Jahren in London entstand) und dessen Philosophie der frühen 1960er Jahre, den konstruktiven Impulsen des De Stijl (niederländische Künstlergruppe) sowie schmalen androgynen Silhouetten. Die Nachwuchsdesignerin sieht ihre Teilnahme am Award auf jeden Fall als eine bereichernde Erfahrung.

Und auch das Preisgeld könnte sie gut brauchen, zum Beispiel um sich in einer der Modemetropolen eine Wohnung zu leisten. «So könnte ich bei den großen renommierten Modehäusern Erfahrungen sammeln, bevor die Selbstständigkeit mit einem eigenen Label in Angriff genommen wird.»

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