Betreiber mit Start zufrieden
eHUB-Station in Kempten: Elektroautos zum Ausleihen

Von links nach rechts: Kemptens Oberbürgermeister Thomas Kiechle, AÜW-Geschäftsführer Michael Lucke und Tobias Sirch, Geschäftsführer vom Autohaus Sirch in Kempten.
  • Von links nach rechts: Kemptens Oberbürgermeister Thomas Kiechle, AÜW-Geschäftsführer Michael Lucke und Tobias Sirch, Geschäftsführer vom Autohaus Sirch in Kempten.
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Seit Anfang September gibt es in der Stadt Kempten den eHUB Mobilpunkt "Grabengasse". Bei eHubs handelt es sich um Stationen, an welchen sich Bürgerinnen und Bürger elektrisch angetriebene Fahrzeuge ausleihen können. In Kempten sind das momentan zwei Elektroautos. 

Projekt gut angelaufen

Man sei "sehr glücklich darüber, wie das Projekt angelaufen ist", meint Tobias Sirch, Geschäftsführer vom Autohaus Sirch in Kempten, das die beiden Elektroautos betreibt. Konkrete Zahlen, wie viele Personen die Autos bereits nutzen, nennt Sirch nicht. Allerdings gebe es aktuell jeden Tag mehrere Buchungen. 

Ausweis und Führerschein sind alles, was man braucht 

Um die Autos nutzen zu können, muss man sich zunächst beim Autohaus Sirch oder im AÜW-Kundencenter in Kempten registrieren. Dafür werden Personalausweis und Führerschein benötigt. Danach erhält man eine Chipkarte, mit der man die Tür der E-Autos öffnen kann. Buchen kann man die Autos über die Flinkster-App der Deutschen Bahn. Nach jeder Nutzung ist eine Stunde Puffer als Ladezeit eingeplant. Die beiden Autos haben eine Reichweite von 300 Kilometern. Zwischenladungen sind möglich. 

Das kostet es, ein E-Auto zu leihen

Pro Stunde kostet das Auto sieben Euro. Zusätzliche Kosten fürs Stromtanken gibt es nicht. In der Nacht von 22:00 Uhr bis 06:00 Uhr zahlt man die Hälfte. Außerdem werden pro Tag maximal zehn Stunden berechnet. Ein ganzer Tag kostet also 70 Euro. Ein Limit bei der Buchungsdauer existiert nicht. Die Zielgruppe des eHUB sind Anwohner und Unternehmen im Umkreis der Station, die die Autos etwa wie Geschäftswagen nutzen können. 

Man braucht länger als gedacht: Was dann?

Wenns mal länger dauert, kann man über die Flinkster-App entsprechend Zeit nachbuchen, erklärt Sirch. Das geht allerdings nur, wenn das Auto in der Zeit nicht schon reserviert ist. Ansonsten muss man bei Verspätungen einen zusätzlichen Betrag bezahlen. "Der Nutzer, der wegen einer Verspätung dann kein Auto hat, bekommt dann einen Taxi-Gutschein", so Sirch. 

Oberbürgermeister Kiechle: "Wirkliches Pilotprojekt"

Mit den eHUB-Stationen beteiligt sich die Stadt Kempten als einziger deutscher Standort an einem europaweiten Projekt, betont Kemptens Oberbürgermeister Thomas Kiechle. Er spricht von einem "wirklichen Pilotprojekt". Das große Ziel des Projekts sei es, eine CO2-Einsparung in der innerstädtischen Mobilität zu erreichen. Außerdem erhofft sich Kiechle auch eine Entlastung für die Innenstadt. Die Stadt bemühe sich darum, das Mobilitätsverhalten ein Stück weit zu steuern. Dafür müsse man aber zusätzliche Angebote schaffen. Laut Kiechle sollen in den nächsten Jahren auch E-Bikes und E-Lastenfahrräder zum Verleih angeboten werden.

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