Allgäu
Ehrenamtliche Prüfer gesucht

Am Ende einer jeden Ausbildung steht eine Prüfung. Bevor der Lehrling ins Berufsleben startet, wird sein Können genau unter die Lupe genommen. Getestet werden die Lehrlinge von ehrenamtlichen Prüfern der Industrie- und Handelskammer (IHK). Doch da in den vergangenen Jahren die Zahl der Auszubildenden deutlich angestiegen ist, werden bei der IHK die Prüfer knapp.

Derzeit gibt es im Allgäu 810 ehrenamtliche Prüfer. Geprüft wird unter anderem in den Bereichen Metall und Elektro, sowie Handel und Dienstleistung. Für den Bereich Elektro braucht die IHK nach eigenen Hochrechnungen bis 2011 116 neue Prüfer.

«Seit 2003 hat sich die Ausbildungsquote um etwa 30 Prozent erhöht. Da brauchen wir jetzt natürlich auch mehr Prüfer», sagt Friedhelm Rennhak, Leiter des Geschäftsfelds Aus- und Weiterbildung bei der IHK Schwaben. Mit der jetzigen Situation habe man die Auslastungsgrenze erreicht. «Bei der aktuellen wirtschaftlichen Lage wird es für die Betriebe natürlich nicht einfacher, Personal für ehrenamtliche Tätigkeiten freizustellen», weiß Rennhak.

Die ehrenamtlichen Prüfer sind wichtig - für die Azubis und die Betriebe, so Rennhak. «Es ist ein neutraler Vergleich für die Auszubildenden», betont der Experte. Gleichzeitig werde bei der Prüfung aber auch das Unternehmen mit getestet.

Derzeit versucht Rennhak bei Infoveranstaltungen Firmen davon zu überzeugen ehrenamtliche Prüfer zu stellen. Er ist sich sicher, dass dies ein Gewinn für das Unternehmen und für den jeweiligen Mitarbeiter ist. «Wer als Prüfer arbeitet, ist fachlich immer auf dem neusten Stand, hat einen direkten Einblick, wie die Ausbildung abläuft und durch die Prüfungen eine Art permanente Fortbildung», sagt Rennhak, der selbst schon als Prüfer gearbeitet hat.

Auch für das Unternehmen lohne es sich seiner Meinung nach, einen Angestellten für die Prüfertätigkeit freizustellen. «Zum einen hat die Firma so einen Fachmann, der sich ständig mit Kollegen austauscht und zum anderen ist es für das Unternehmen auch ein Imagegewinn», ist Rennhak überzeugt.

Sachkunde und persönliche Eignung

Wer bei der IHK Auszubildende prüfen will, muss laut Rennhak zwei Dinge mitbringen: Sachkunde und persönliche Eignung. «Es wird keine bestimmte Ausbildung vorausgesetzt. Wir wollen Prüfer, die voll im Berufsleben stehen und sich in ihrem Bereich auskennen», sagt Rennhak. Wer sich eine Tätigkeit als ehrenamtlicher Prüfer interessiert, hat die Möglichkeit in einer Hospitation den Ablauf kennenzulernen.

Weitere Infos im Internet unter www.schwaben.ihk.de>

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