Echte Chancen dank spezieller Hilfe

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Kempten | bec | Selbstgetextete Lieder, Schüler, die über ihren schulischen Werdegang erzählten, ein aus dem Nähkästchen plaudernder Bischof Dr. Walter Mixa und viele Worte des Lobes: Ausgiebig und facettenreich wurde am Dienstagabend die Einweihung der der neuen Räume der Berufsschule St. Georg an der Mozartstraße eingeweiht. So ausgiebig, dass man sich die Schlüsselübergabe von Architekt Wolfgang Deppe an Schulleiter Reinhard Hauser aus Zeitgründen sparte.

Zahlreiche Gäste waren zum Festakt gekommen, den letztlich der Segen des Bischofs für das orange-grünfarbene Gebäude, die Lehrer und Schüler krönte. Zuvor jedoch ließ Mixa sich von den Schülern eingehend befragen. Die wollten beispielsweise wissen, wie er zum Priesteramt kam oder welche Erfahrung er unbedingt einmal machen möchte. Ein Lehrer fragte, was der Bischof im Bezug auf Jugendliche für besonders wichtig erachte. ?Im Gespräch bleiben, offen über alles reden und Fragen nicht aus dem Weg gehen?, meinte Mixa.

Um Fragen und Antworten ging es auch bei einem Gespräch zwischen einzelnen Schülern und Ehrengästen, die die Jugendlichen quasi interviewten. So zeigte sich etwa im Gespräch von Bürgermeister Josef Mayr mit Beikoch Gani Mehmeti, dass die Schüler an St.

Georg vor allem die kleinen Klassen schätzen. Demzufolge rechne er mit einer ?harten Zeit?, wenn er für ein weiteres Lehrjahr an die Berufsschule Immenstadt wechseln wird. Und wie er vom Schulverweigerer quasi zum Musterschüler wurde, schilderte Dominik Ehrhardt seiner Gesprächspartnerin, Abteilungsdirektorin der Regierung von Schwaben Gabriele Holzner: Mit ?Fabrik-Akkordarbeit? verglich er das Lernen an seiner früheren Hauptschule. In Kempten habe er dann auch durch ?das gute Lernumfeld? wieder Spaß an der Schule gehabt.

Prälat Günter Grimme, Vorstandsvorsitzender der Katholischen Jugendfürsorge, lobte die gute Zusammenarbeit von Berufsschule und anderen Bildungsträgern. Denn ein gutes Netzwerk sei Voraussetzung für eine erfolgreiche Ausbildung. Und diese, so Grimme, finde in St. Georg statt: ?Das ist ganz und gar keine Spielzeug-Ausbildung.?

?Die Kirche leistet Vorbildliches?

Ministerialdirektor Josef Erhard (Kultusministerium) lobte die Berufsschule als ?richtigen Ort, um Jugendliche in ihren Kompetenzen zu fördern?. Das Konzept der beruflichen Schulen mit sonderpädagogischer Ausrichtung, betonte Erhard, sei eine süddeutsche Spezialität. ?In anderen Bundesländern kommen solche Jugendliche an normale Berufsschulen?, meinte Erhard. Echte Chancen auf Arbeitsplätze bringe das aber nicht. ?Die Kirche?, lobte der Ministerialdirektor, ?leistet mit St. Georg Vorbildliches.? So werde ? über Umwege ? echte Integration geschaffen.

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