Memmingen
ECDC entlässt seinen Coach

Eishockey-Bayernligist ECDC Memmingen hat die Reißleine gezogen: Nach der neuerlichen Pleite im Freitagsspiel in Sonthofen - siehe gesonderten Bericht - wurde Trainer Klaus Micheller entlassen.

Bereits beim Spiel gestern Abend gegen Regensburg (Ergebnis im überregionalen Sportteil) stand der bisherige Co-Trainer Werner Tenschert als kommissarischer neuer Verantwortlicher an der Bande.

Am Samstagnachmittag hat ECDC-Chef Helge Pramschüfer per Telefon Klaus Micheller von der Trennung unterrichtet, der das Ganze «sehr gefasst» aufgenommen habe. Irgendwas habe man machen müssen, betonte Pramschüfer gestern auf Nachfrage der Memminger Zeitung, «der freie Fall war ja überhaupt nicht mehr zu stoppen».

Zehn der bis Samstag bisher zwölf Rückrundenspiele hat der ECDC verloren, die Abstiegsangst geht um. Die Verantwortlichen fürs Memminger Eishockey sahen sich zu einem Schnitt genötigt. «Es kann nicht sein, dass wir gegen Sonthofen 1:8 verlieren», lautete Pramschüfers Kommentar zum Debakel im Allgäu-Derby. Gleichzeitig hört sich der ECDC-Boss aber einigermaßen ratlos an. «Keiner weiß irgendwie, woran es liegt; der Klaus (gemeint ist Klaus Micheller) hat ja auch nicht die Fehler gemacht», sagt der Vereinsvorsitzende.

Auch sei das Band zwischen Trainer und Mannschaft «überhaupt nicht zerschnitten» gewesen. «Vielleicht», so hoffen Pramschüfer und Co., «setzt das jetzt irgendwelche Kräfte frei».

Von Berlin aus reagiert

Von einem schnellen Ruck hin zum Besseren scheint indes auch Werner Tenschert als bisheriger Co nicht überzeugt zu sein, wenn er ab jetzt kommissarisch die Verantwortung übernimmt. Wenn die Mannschaft keine Reaktion zeige, werde er das Traineramt auch nicht länger machen, hat Tenschert gegenüber Pramschüfer schon mal signalisiert.

Noch im Verlauf der vergangenen Woche hatte der Vorstand Coach Micheller das Vertrauen ausgesprochen, dann griffen die im Sport sattsam bekannten Mechanismen. Helge Pramschüfer, der beruflich in Berlin unterwegs war und sich über das Sonthofen-Spiel per SMS unterrichten ließ, telefonierte noch mit fast allen Spielern, ehe er den Trennungsbeschluss fasste. «Ich muss es natürlich akzeptieren», so Klaus Michellers Kommentar zum Rausschmiss gestern gegenüber der MZ.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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