Stadtbücherei
DVD-Filme als Zugnummer

Mit mehr als 63000 Entleihungen, 2100 mehr als im Jahr zuvor, stellte die Stadtbücherei erneut einen Rekord auf. Die Leiterin Anne Schneider führt das unter anderem auf die durchgehenden Öffnungszeiten am Dienstag von 10 bis 19 Uhr und auf «das attraktive Angebot» zurück. Der Stadtrat nahm den Jahresbericht 2009 wohlwollend zur Kenntnis.

1660 aktive Leser hatte die Bücherei im Vorjahr, davon knapp die Hälfte Kinder und Jugendliche; ein Viertel der Leser kommt aus den Nachbargemeinden. «Das nützt auch dem Lindenberger Einzelhandel, da diese Besucher regelmäßig nach Lindenberg kommen», stellte Schneider fest.

Drei Projekte wurden umgesetzt: «Präsentationsmöbel» (1300 Euro), «Themenbereich Eltern und Kind (1400 Euro)» und «Medienprojekt DVD» (1600 Euro). Sie wurden mit jeweils 600 Euro von der staatlichen Landesfachstelle gefördert. Der Kauf von 160 DVDs im September erwies sich als die Zugnummer. Innerhalb von vier Monaten wurden die Filme 1750-mal ausgeliehen, dreimal häufiger, als die Gesamtmedien.

Verlängerung per E-Mail

Die Ausleihzahlen der CDs stieg an, was Schneider auf den Ausbau der Hörbuchabteilung zurückführt. Auch die neuen Spiele machten sich in der Ausleihe bemerkbar.

Da mehr Sachbücher und Romane ausgeliehen wurden und die Zahl der zahlenden Erwachsenen gestiegen ist, erhöhten sich die Einnahmen von 10400 auf 11000 Euro. Die Einnahmen in Höhe von 250 Euro beim ständigen Bücherflohmarkt wurden für neue Bücher verwendet. Der Gesamtetat für die Pflege des allgemeinen Bestands und die drei Projekte lag bei 12600 Euro.

58 Schulklassen und 24 Kindergartengruppen waren an den Vormittagen in der Bücherei. «Für manche Kinder ist das die einzige Möglichkeit unser Angebot zu nutzen», bemerkte Anne Schneider.

In diesem Jahr steht das 1500-Euro-Projekt «55plus - Medien für Ältere» im Mittelpunkt, das ebenfalls mit 600 Euro gefördert wird. Zudem wünscht sich die Leiterin mehr Veranstaltungen für Erwachsene, öfter ein Bilderbuchkino, Vorlesestunden mit bekannten Persönlichkeiten der Stadt und es soll möglich werden, Verlängerungen und Vorbestellungen per E-Mail zu beantragen. Spontan erklärten sich Dr. Friedrich Haag und Jutta Frach zu Vorlesestunden für Kinder bereit.

Senioren- und Behindertenbeauftragter Dr. Gert Strube mahnte «dringend» neue Räume für die Bücherei an. Vor allem für Ältere und Behinderte sei die Bücherei unerreichbar. «Die Leute wollen sich nichts bringen lassen, sondern selbst den Lesestoff aussuchen», schilderte Strube. Anne Schneider stimmte zu.

Sie berichtete von einer Frau, die 35 Jahre lang in die Bücherei gekommen ist und kürzlich mitteilte, dass es nicht mehr gehe, weil sie «die Stiege nicht mehr hoch kommt.»

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