Special Hochzeit SPECIAL

Durch die Blume kennengelernt

Frankenried | sim | 50 Jahre sind Christian und Marietta Dumler schon miteinander verheiratet und der Gatte ist stolz, dass er seine Lebensplanung genau einhalten konnte. 'Ich wollte mit 21 verheiratet, mit 24 zum ersten mal Vater und mit 27 Jahren Meister und selbstständig sein. Das alles hat wunderbar geklappt.' Marietta lernte der älteste Sohn eines Kaufbeurer Gärtners bei seinem Vater im Betrieb kennen. Die gebürtige Dortmunderin arbeitete dort als Gärtnereigehilfin. Zum ersten Mal wurden die beiden einander am Tag der Gesellenprüfung von Christian Dumler vorgestellt.

Danach dauerte es noch dreieinhalb Jahre bis zur Hochzeit - eine Zeit, die es teilweise auch getrennt zu überstehen galt. Denn beide arbeiteten an verschiedenen Orten. 'Wir waren stets in Verbindung, meist schriftlich, aber ab und zu ist Christian auch mit dem Moped sechs Stunden von Frankfurt nach Dortmund gefahren, um mich zu sehen', erzählt Marietta Dumler lächelnd.

Im November 1956 nahm der damals 21-Jährige dann die Silberhochzeit seiner Schwiegereltern zum Anlass, um um die Hand seiner Liebsten anzuhalten. Am 10. August 1957 wurde im Dortmunder Standesamt und in der Paul-Gerhard-Kirche von Dortmund geheiratet.

Zunächst lebte das Paar für sechs weitere Jahre in Dortmund, wo sich der Gärtnergeselle unter anderem als Angestellter beim Botanischen Garten, bei der Bundesgartenschau und im Friedhofsamt auf seine Meisterprüfung vorbereitete. Nach deren Bestehen im Herbst 1962 machte sich das Ehepaar im April 1963 am Kaufbeurer Waldfriedhof selbstständig. 'Deshalb liegen zwischen der Geburt unserer zwei Söhne und der Geburt unserer beiden Töchter sieben Jahre Pause. Die haben wir genutzt, um den Betrieb aufzubauen, den keines unserer Kinder übernehmen wollte', erklärt Christian Dumler. Daher konnte der Senior nicht wie geplant mit 55 in Rente gehen, sondern bildete erst weitere fünf Jahre einen Nachfolger aus, der letztlich die Gärtnerei übernahm.

Heute kümmert sich der Rentner nur noch um seinen Garten daheim, während seine Frau sehr gerne kocht, Bücher liest oder auch mal ohne Gatten auf Reisen geht. Für die Zukunft haben die beiden keine großen Wünsche: 'Wir wollen gesund und bei klarem Verstand bleiben, bis wir in die Erdmöbel entsorgt werden', so der Jubel-Bräutigam.

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