Ortskern
Durachs Bürger entwerfen ihre Zukunft - Gut 100 Vorschläge für Nutzung brachliegender Flächen eingegangen

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Herbert Kettner hat es einfach Spaß gemacht. Spaß, an der Zukunft seines Dorfes mitzuarbeiten, Ideen zu entwickeln, sie niederzuschreiben. Dass die meisten seiner Vorschläge am Dienstagabend auch noch Anklang fanden im Gemeinderat, ja das war besonders schön für den 75-Jährigen.

Wie soll der Ortskern von Durach einmal aussehen? Damit beschäftigt sich die Gemeinde - und hatte dazu auch ihre Bürger gefragt. Resultat: In den vergangenen Wochen gingen vor allem über die dafür eingerichtete Internetplattform gut 100 Vorschläge zur Nutzung mehrerer Flächen im Ort ein. Der Gemeinderat zurrte den grundsätzlichen Fahrplan für insgesamt 5,3 Hektar derzeit mehr oder weniger brachliegendes Gelände fest (siehe Infokasten).

Gut 50 Duracher verfolgten die Sitzung - darunter Herbert Kettner. Er hatte auf mehreren Seiten seine Visionen etwa zum «Oro-Textil-Gelände» niedergelegt.

Das Areal liegt grob zwischen Flugplatz, Bahnlinie und der Durach und ist derzeit nicht gerade ein Schmuckstück: Leerstehende ehemalige Gewerbebauten, herumstehende Gerätschaften und Maschendrahtzaun prägen das Bild. Dabei, so findet nicht nur Kettner, könne man zum Beispiel den Bereich am Ufer durch Rad- und Spazierwege aufwerten und später einmal eine Mischung aus Wohnen und Gewerbe anbieten. Eine Vision, die bei Bürgermeister Herbert Seger auf überaus offene Ohren trifft - auch wenn das Gelände nur teils der Gemeinde gehört. Neue Gewerbeflächen seien dringend nötig, ebenso wie der Abriss der alten Bauten. Die Vereine, die dort bislang zu Hause waren, hätten nun das neue Vereinsheim. Lediglich die Kegler des «Goldenen Kranzes» gelte es wohl noch anderweitig unterzubringen.

Apropos Vereine. Neben vielen Privatleuten hatten sich nämlich auch drei Gruppen an den Überlegungen zu Durachs Zukunft beteiligt. Darunter die «Alten Säcke»: «Wir sind sehr interessiert daran, was in der Ortsmitte passiert», sagt deren Vorsitzender Johann Leitner. Also habe man diskutiert und zum Beispiel herausgefunden, dass sich die Vereinsmitglieder am Seniorenzentrum weiterhin eine «grüne Brücke» wünschen, aber auch mehr Mietwohnungen auf dem anderen Teil des Geländes.

Bürger, die ihr Dorf mitentwickeln - welches Fazit zieht der Bürgermeister? Ein Positives: «Diese Methode hat sich gelohnt», so Herbert Seger.

 

Eine Kombination aus Wohnen und Gewerbe könnte einmal auf dem «Oro-Textil-Gelände» entstehen. Foto: Ernst

 

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