Haushalt
Duracher Räte verabschieden Satzung und mahnen zum maßvollen Umgang mit Geld

Abwicklung der Großprojekte wie Querspange und Vereinszentrum, Abschluss beim Hochwasserschutz und bei den Straßenbauarbeiten in den Neubaugebieten und eine Sondertilgung durch den Verkauf des Engel-Geländes: Das sind wie berichtet die großen Ziele der Gemeinde Durach im vergangenen Jahr. Darüber sind sich die Duracher Gemeinderäte einig und so verabschiedeten sie in ihrer jüngsten Sitzung einstimmig Haushaltssatzung und -plan 2012. Angesichts von vorausberechneten 7,3 Millionen Schulden (für den einzelnen Duracher 1076 Euro) zum Jahresende fühlten sich die meisten Fraktionsvorsitzenden aber bemüßigt, sich noch einmal gegenseitig zur Sparsamkeit zu mahnen:

Für immer noch 'sehr hoch' hält Ulrike Finkenzeller die Pro-Kopf-Verschuldung und sie erinnerte daran, dass die Sondertilgung für die Ablösung der Mehrzweckhalle ausschließlich durch den Verkauf des Engel-Geländes möglich sei (die BSG bereitet dort gerade ein großes Bauprojekt vor). Deshalb gelte es, sparsam zu haushalten, gezielt Schwerpunkte zu setzen und 'auch mal einen Gang zurückzuschalten'.

CSU und Freie Wählerschaft Man könne nun wieder in die Zukunftsfähigkeit der Gemeinde investieren, freute sich Christoph Furch. Besonders schön sei, dass man heuer über 1,2 Millionen Euro für Kinder und Bildung ausgebe: 'Das ist gut investiertes Geld', so Furch. Und dennoch riet auch er zum maßvollen Umgang mit den Gemeindefinanzen.

Schließlich seien die Zahlen, die jetzt im Haushalt stehen, 'nur Planzahlen'. Da könne sich noch einiges ändern.

Freie Wähler Durach Ein umfangreiches Programm, dem seine Fraktion gerne zustimmen könne, habe man sich für dieses Jahr vorgenommen, betonte Engelbert Sommer. Schließlich gehe es um eine 'attraktive Weiterentwicklung der Gemeinde. Und dennoch habe auch für ihn ein Motto klar Vorrang: weiter sparen.

SPD Eine Spitze gegen alle Sparparolen konnte sich Lothar Seidel nicht verkneifen. Er wies darauf hin, dass es über die notwendigen und beschlossenen Maßnahmen schließlich Einigkeit im Gremium gegeben habe. Geplant seien nun 'maßvolle Investitionen'.

Was die Schulden der Gemeinde angeht, wollte Bürgermeister Herbert Seger – gerade bezogen auf die Aussagen Finkenzellers – letztlich noch etwas loswerden: 'Wenn man von Verbindlichkeiten spricht, muss man auch schauen, was sich aktiv getan hat.' Und das sei viel, nicht zuletzt die Querspange, die man nun unter Dach und Fach habe. Und noch dazu, so Seger, 'haben wir zum Ende des Jahres eine Million Euro Schulden weniger. Was will man denn mehr?'

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