Dreifaltigkeitskirche soll neue Orgel bekommen

Kaufbeuren | AZ | Der Kirchenvorstand der evangelischen Dreifaltigkeitskirche in Kaufbeuren hat den Neubau einer Orgel für die Dreifaltigkeitskirche beschlossen. Pfarrer Thomas Kretschmar gab dies gestern im Gottesdienst um 9.30 Uhr bekannt. Der Entscheidung ging laut Kretschmar fast ein ganzes Jahr intensiver Beratung und Diskussion voraus. Vor allem nach der eingehenden Untersuchung der erst in den 60er Jahren vom 2004 verstorbenen Kaufbeurer Orgelbaumeister Gerhard Schmid gebauten gegenwärtigen Orgel in der Dreifaltigkeitskirche durch Experten der bayerischen Landeskirche reifte im Kirchenvorstand die Überzeugung, dass nur ein Neubau eine wirklich nachhaltige und zukunftsfähige Lösung für die Gemeinde sein kann.

Die bisherige Orgel wurde - nach damaligen Möglichkeiten - in hoher Qualität gebaut. 'Damals wurde jedoch mit vielen neuen Materialien experimentiert, die sich im Orgelbau leider auf Dauer nicht bewährt haben', so Kretschmar.

2006 war deshalb geplant, die längst notwendige Sanierung der Orgel endlich anzugehen. Inzwischen liegen in Bayern aber höchst problematische Erfahrungen mit der Renovierung von solchen Nachkriegsorgeln vor: Nirgendwo sei es gelungen, wirklich auf Dauer gute Ergebnisse zu erreichen, die den hohen finanziellen Aufwand rechtfertigen.

Da wesentliche Teile der Orgel keine lange Lebensdauer erwarten lassen, möchte der Kirchenvorstand aber nicht die Verantwortung übernehmen, eine Renovierung für inzwischen rund 400 000 Euro durchzuführen, die nicht versprechen kann, die Orgel auf lange Sicht funktionsfähig zu erhalten. Dies würde eine gewaltige Fehlinvestition bedeuten.

'Gleichzeitig zeigt sich, dass es möglich ist, bereits für rund 600 000 Euro eine ganz neue, hochqualitative Orgel zu bauen, die auf lange Haltbarkeit angelegt ist, dem Raum der evangelischen Dreifaltigkeitskirche in der Größe angemessen ist und einen hervorragenden Klang bietet - sowohl für Gottesdienste wie auch für Konzerte', betont Organist und Kantor, Kirchenmusikdirektor Traugott Mayr.

Langer Weg steht bevor

Bis die neue Orgel erklingen wird, von der noch niemand weiß, wie sie aussehen könnte, ist noch ein langer Weg: Finanzierungskonzepte, Genehmigungen, künstlerische Konzeptionen, Baustatik und Werbung.

Der Kirchenvorstand hat am 2. März nach dem Gottesdienst um 11 Uhr, eine Gemeindeversammlung in der Dreifaltigkeitskirche angesetzt, zu der auch die Öffentlichkeit eingeladen ist.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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