Special Gesundheit SPECIAL

Medizin
Drei neue Ärzte in Sicht

2Bilder

Die Übernahme des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) in Babenhausen durch das Centrum für Orthopädie und Chirurgie (COC) in Memmingen steht kurz vor dem Abschluss. «Der Vertrag wird voraussichtlich Anfang nächster Woche unterzeichnet», sagt Dr. Michael Hailer, Gesellschafter und Mitbegründer des COC auf Anfrage unserer Zeitung. Das COC möchte den chirurgischen Sitz, dessen Betreiber bislang das Kommunalunternehmen Kreiskliniken ist, nach Memmingen verlagern (wir berichteten). Laut Hailer soll der Betrieb im Januar starten. Dann wird das sechsköpfige Ärzteteam des COC um drei Kollegen erweitert - und zwar um zwei Chirurgen und einen Arzt für Reha-Medizin.

Voraussetzung für die Übernahme und die Verlagerung des chirurgischen Sitzes von Babenhausen nach Memmingen ist nach Hailers Worten noch die Zustimmung des so genannten Zulassungsausschusses in Augsburg, der mit Medizinern und Kassenvertretern besetzt ist. «Ich gehe aber fest davon aus, dass wir grünes Licht bekommen», sagt Hailer: «Schließlich würde ansonsten ein chirurgischer Sitz in unserer Region ersatzlos wegfallen.» Rückblickend erklärt Hailer im Gespräch mit der MZ, warum das COC nicht - wie von vielen Bürgern gehofft - in Babenhausen eingestiegen ist: «Wir haben diese Möglichkeit durchgerechnet und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass wir selbst bei einer Patientenzahl, die dem Durchschnitt in bayerischen Praxen entspricht, pro Jahr rund 200000 Euro Verlust in Babenhausen machen würden.

» Entstehen würden diese Verluste durch die hohen Fixkosten an einer chirurgischen Praxis und die notwendigen teuren Geräte. «Das ist mit einer Einzelpraxis nicht zu machen», unterstreicht Hailer: «Das geht nur in Kooperation mit anderen Praxen oder Krankenhäusern. Man muss Synergieeffekte nutzen können.» Und derartige Kooperationsmöglichkeiten gebe es in Babenhausen leider nicht.

Standort in Ottobeuren denkbar

Auf die Frage, ob er sich vorstellen könnte, dass das COC den zusätzlichen chirurgischen Sitz auch in den ehemaligen Räumen der TCM-Klinik in Ottobeuren betreiben würde, sagt Hailer: «Wir sind für alles offen.» Allerdings hätten die Unterallgäuer Kreiskliniken Verhandlungen in dieser Richtung vorerst auf Eis gelegt. Grund sei die Kündigung von Chefarzt Dr.

Stephan Fritz am Ottobeurer Krankenhaus zum 30. Juni dieses Jahres. Laut Hailer möchte das Kommunalunternehmen Kreiskliniken abwarten, bis ein Nachfolger für Fritz gefunden ist. Schließlich müsse der neue Chefarzt in diese Verhandlungen mit einbezogen werden. «Dafür haben wir vollstes Verständnis», so Hailer.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen