Kempten
Drei Namen, 17 Chefs, viele Auslandseinsätze

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Das Gebirgssanitätsregiment 42 feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen. Nach Gelöbnis, Platzkonzert und Präsentation beim Stadtfest folgte nun ein Sommerfest für Soldaten, Familien und Ehemalige. Für den Festreigen haben Oberfeldarzt Dr. Christian Fürlinger, Hauptmann Dieter Tielmann und Leutnant Andres Zeitler eine Chronik ausgearbeitet, die einen Querschnitt durch fünf Jahrzehnte Entwicklung im Sanitätsdienst der Bundeswehr bietet.

In den 50 Jahren seines Bestehens hat das Regiment mehrere Standorte und Kasernen gesehen und ist zweimal umbenannt worden. Die Sanitäter waren mehreren Großverbänden unterstellt und wurden seit 1959 von insgesamt 17 Kommandeuren geführt. Den größten Teil ihrer Regimentsgeschichte verbrachten die Soldaten in Kempten, nämlich 35 Jahre in beiden Kasernen der Stadt. Als Zeichen der Heimatverbundenheit wertet Kommandeur Fürlinger die gerade erfolgte Verleihung des Beinamens «Allgäu».

In dieser Zeit wurden viele Einsätze und Sonderaufträge im In- und Ausland bewältigt. Dafür erhielt die Einheit Fahnenbänder - 1972 von Ministerpräsident Goppel, 1985 von Franz-Josef Strauß und 1997 von Edmund Stoiber. In den Jahren 1989 und 1995 gab es für beispielhafte Leistungen die Korpsmedaille.

Die Einbindung in die Region spiegelt sich wider in den Patenschaften mit der Stadt und den Umlandgemeinden. «Die Zusammengehörigkeit unter dem Edelweiß und der Stolz darauf, es zu tragen, haben die Angehörigen des Regiments über all die Jahre ausgezeichnet», so der ehemalige Kommandeur Generalarzt Dr. Michael Tempel. Das Gebirgssanitätsregiment 42 sei ein wesentliches Element der deutschen Friedensarbeit in aller Welt.

Seit 1991 sind Allgäuer Soldaten an allen Missionen der Bundeswehr beteiligt. Die Kemptener Stadtfahne weht seit 18 Jahren über den Einsatzorten in Iran, Kambodscha, Somalia, auf dem Balkan und in Afghanistan. Aber auch in der Heimat haben sich die Soldaten die Anerkennung der Bevölkerung erarbeitet. Bei der Schneekatastrophe 1968 und den beiden Iller-Hochwassern 1999 und 2005 war das Regiment zur Stelle.

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