Drei Millionen Einnahmen sind gleich wieder weg

Denklingen | reh | Um jede Menge Zahlen geht es bei Haushaltsberatungen immer. In Denklingen sind einige dieser Beträge seit Jahren jedoch enorm hoch. Allein der Verwaltungshaushalt 2008, in dem die laufenden Einnahmen und Ausgaben der Gemeinde aufgeführt sind, hat ein Volumen von rund 6,3 Millionen Euro (2007 waren es 6,5 Millionen). Haupteinnahmequelle ist wie gehabt die Gewerbesteuer - für 2008 werden drei Millionen Euro erwartet. 2006 waren es noch rund 5,9 Millionen. Und wie es aussieht, werden die drei Millionen heuer komplett für die Kreisumlage gebraucht.

So ein 'Superjahr' wie 2006, wie es Kämmerer Johann Hartmann formulierte, werde das laufende wegen gesunkener Gewerbesteuereinnahmen sowie der gestiegenen Kreis- und Gewerbesteuerumlage nicht werden. Vielmehr sei das glänzende Jahr 2006 schuld, dass die größten Einnahmebrocken der Kommune heuer in die Kreiskasse wandern werden. Von einer weiteren Ausnahme berichtete Bürgermeisterin Viktoria Horber: 'Wir müssen diesmal 394 000 Euro aus dem Vermögens- in den Verwaltungshaushalt zuführen. Normalerweise ist das andersherum, aber die Situation erfordert es.' Glücklicherweise habe die Gemeinde aber genügend Rücklagen, um keine Kredite aufnehmen zu müssen. Kämmerer Hartmann und Rat Andreas Frieß bemerkten, dass es für das laufende Jahr finanziell dennoch nicht schlecht aussehe. Frieß: 'Lieber zahlen wir eine hohe Kreisumlage, als dass wir auf Schlüsselzuweisungen angewiesen sind.' Die bekommt Denklingen schon seit Jahren nicht mehr.

Insgesamt wurden bei den Beratungen im Vergleich zu den Vorjahren mehr kritische Fragen laut. So wollte Rat Franz Stahl wissen, warum die Kanalbenutzungsgebühren gestiegen sind. 'Das wird eine Überraschung für die Bürger werden', so Stahl. Hartmann und Horber entgegneten: 'Wir haben mit den Gebühren kalkuliert, die der Gemeinderat im Mai 2007 beschlossen hat.'

Zweiter Bürgermeister Ferdinand Gruber bemerkte eine jährliche Steigerung der Verwaltungskosten von zehn Prozent. Auch Franz Stahl und Donat Sporer schlugen in diese Kerbe, sie stießen sich auch an den Beträgen für die 'inneren Verrechnungen', wodurch die Diskussion teils hitzig wurde. 'Vor der Wahl scheint es viel Diskussionsbedarf zu geben', so Horber. Sie erklärte, dass die Gemeindeverwaltung mit vier Angestellten bei 2500 Einwohnern 'personell eher unterbesetzt' und wegen der Mitarbeiterstruktur nicht mit anderen Gemeinden zu vergleichen sei. Beschlossen wurde auf Vorschlag von Regina Wölfl, den Jugendraumcontainer an der Turnhalle, für dessen Miete noch 2150 Euro angesetzt waren, zu beseitigen. Wenn sich in der Jugendarbeit wieder etwas tue, sei so ein Container schnell wieder beschafft.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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