Drei Diebe wollten Ikonen stehlen - Von Polizei ertappt

Freiheitsstrafen für Einbruch in Schloss Hohenschwangau Kempten/Hohenschwangau (bb). Zu Freiheitsstrafen zwischen drei und knapp vier Jahren sind jetzt drei Einbrecher vom Amtsgericht Kempten verurteilt worden. Die Männer aus Polen (29 Jahre, 39 Jahre und 37 Jahre) hatten im Juni aus dem Schloss Hohenschwangau (Ostallgäu) wertvolle Ikonen stehlen wollen. Dabei wurden sie jedoch von einem Sondereinsatzkommando der Polizei auf frischer Tat ertappt.

Wer den drei polnischen Staatsangehörigen den Auftrag zum Diebstahl der Ikonen aus dem Schloss Hohenschwangau erteilt hatte, blieb auch vor dem Amtsgericht Kempten ungeklärt. Sicher dagegen ließ sich der Tathergang rekonstruieren: Die Angeklagten gelangten über die Burgmauer und ein großes Gerüst in den 3. Stock. Dort schraubten sie ein Fenster ab, zerschlugen ein im Jahre 1865 hergestelltes Hinterglasgemälde und stiegen in das Schloss ein. Die vorher ausgekundschafteten zwei Ikonen (Geschenke des russischen Zars Alexander II. an König Ludwig II. im Gesamtwert von rund 150 000 Euro) befanden sich aber nicht mehr an ihrem Platz. Die Flucht wurde durch das bereits anwesende Sondereinsatzkommando der Polizei unterbunden.

Die Angeklagten befanden sich seit Juni in Untersuchungshaft. Gestern wurden sie vom Schöffengericht des Amtsgerichts Kempten unter anderem wegen gemeinschaftlich versuchtem Diebstahl im besonders schweren Fall in Tateinheit mit gemeinschaftlicher gemeinschädlicher Sachbeschädigung zu Gesamtfreiheitsstrafen in Höhe von drei Jahren, drei Jahren und vier Monaten sowie drei Jahren und acht Monaten verurteilt. Das Gericht folgte damit im Wesentlichen dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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