Pfronten
Dornier: Keine Einigung über Abfindungen in Sicht

Auch im vierten Gespräch zwischen Gewerkschaft IG Metall und der Geschäftsführung der Lindauer Dornier GmbH über Regelungen für die Pfrontener Mitarbeiter sind sich beide Seiten nicht näher gekommen. Während die Gewerkschaft in einer Pressemitteilung ankündigte, von den Möglichkeiten einer Tarifauseinandersetzung Gebrauch zu machen, erklärte die Geschäftsführung, eine Lösung des Konflikts scheine nur über die im Betriebsverfassungsgesetz vorgesehene Einigungsstelle denkbar. Unter einem neutralen Vorsitzenden verhandeln dort gleich viele Vertreter des Betriebsrats und der Geschäftsführung. Wie berichtet, soll das Werk Pfronten des Web- und Sondermaschinenherstellers mit derzeit noch 130 Mitarbeitern bis Herbst kommenden Jahres geschlossen werden.

Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine über den bestehenden Sozialplan hinausgehende Abfindungsregelung für die Pfrontener Mitarbeiter. Schließlich hätte diese Betriebszugehörigkeiten von 20 oder 30 Jahren vorzuweisen und in den vergangenen Jahren Lohn- und Gehaltsabschläge, eine Arbeitszeitverlängerung ohne Entgeltausgleich sowie Streichungen von Zuschlägen in Kauf genommen. Dazu erklärte die Geschäftsführung, die Gewerkschaftsforderung würde eine Verteuerung des bereits überdurchschnittlich guten Sozialplans auf das Fünffache von vier auf 20 Millionen Euro bedeuten. Damit wäre die Lindauer Dornier GmbH als Ganzes gefährdet. Auch eine Verlängerung der Laufzeit der Transfergesellschaft ginge voll zulasten der Lindauer Dornier GmbH. Eine Ungleichbehandlung der Mitarbeiter der verschiedenen Standorte lehne die Geschäftsführung ab.

Und schließlich gebe es für rund 40 Mitarbeiter aus Pfronten ein Arbeitsangebot für das Werk in Lindau.

Die Gewerkschaft beklagte, in Pfronten werde derzeit nicht einmal der gültige Sozialplan eingehalten, was der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Kempten, Dietmar Jansen, als «Unverschämtheit» bezeichnete. Die Geschäftsführung wies diesen Vorwurf in ihrer Pressemitteilung zurück: Der derzeit gültige Sozialplan werde selbstverständlich eingehalten. Sie beklagte ihrerseits, die IG Metall versuche über den Betriebsrat die Verhandlungen über den Interessenausgleich zu verzögern, ohne den keine Maschine verlagert und keine personellen Maßnahmen eingeleitet werden dürfen.

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