Niederrieden
Dorfladen-Chef zeigt sich zuversichtlich

Diplom-Ökonom Michael Friedrich, seit Januar 2008 Geschäftsführer des Niederriedener Dorfladens, ist zuversichtlich. «Mit der Solidarität der Dorfgemeinschaft erreichen wir Ende des Jahres die schwarze Null.»

Bei einer Veranstaltung im Schützenheim informierte er die Bevölkerung über die aktuellen Zahlen und Fakten: Die Insolvenzgefahr sei gebannt. Das Eigenkapital (2008) schlage zwar mit einem Minus von 23 900 Euro nach wie vor negativ zu Buche, doch sei dies nicht mehr «insolvenz-kritisch», da die Gelder durch die Zusage der stillen Gesellschafter abgesichert seien.

«Mit der neuen Strategie - Verkleinerung und Sortimentsveränderung - und ständiger Kostenkontrolle haben wir gute Voraussetzungen für positive Geschäftsergebnisse», betonte Friedrich. Die Bäckerei zum Beispiel werde nun in eigener Regie geführt und komme bei der Kundschaft sehr gut an.

«Viele Verträge geschlossen»

«Im Nachhinein wurden viele Verträge abgeschlossen, um Rechtsunsicherheiten für die Zukunft zu vermeiden», teilte Friedrich mit. Auch hätten die externen Prüfungen für das Jahr 2008 zu keinerlei Beanstandungen geführt.

Das operative Ergebnis des Jahres 2008 mit minus 6500 Euro (Vorjahr: - 31600 Euro) war zwar unter seiner Verantwortung noch negativ ausgefallen, konnte allerdings um stolze 25000 Euro verbessert werden. Auch ließen die Strategieänderungen den Umsatz 2008 auf 370500 Euro (Vorjahr: 292000 Euro) ansteigen. Und der Cash Flow (siehe Infokasten) zeigte sich erstmalig positiv und konnte auf plus 3100 Euro (Vorjahr: minus 24100 Euro) gesteigert werden. «Letzteres kommt den notwendigen Investitionen und Instandhaltungen im Laden zugute», erläuterte Geschäftsführer Friedrich.

Der Dorfladen habe die Fixkosten um 4,0 Prozent senken können, wirtschafte seit 2007 ohne Zuschüsse und Fördergelder und plane für 2009 ein Umsatzplus von 50000 Euro.

Das bisherige Wachstum führte Friedrich auf eine «konsequente Orientierung am Bedarf der Niederriedener Kundschaft» zurück. Der Zuspruch dieser Kundschaft zeige, dass der Dorfladen in der Gemeinde gewünscht und vom Bedarf her auch erforderlich sei. Dennoch appellierte der Geschäftsmann an die Zuhörer, «die Einrichtung Dorfladen durch den täglichen Einkauf nachhaltig zu sichern». Das Kundenverhalten sei der Beweis, dass der Laden mit den Schwerpunkten «Regionalität, Qualität und Frische» hier als Kontrastprogramm zu den Discountern erwünscht sei.

Im ersten Halbjahr 2009 sei zwar aufgrund der Finanzkrise des Lebensmittel-Einzelhandels der Umsatz mit einem Minus von 5,5 Prozent leicht zurückgefallen, dafür habe sich der Cash Flow aber nochmals leicht verbessert. Dies stimme zuversichtlich.

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