Einweihung
Dorf Thal feiert neues Feuerwehrhaus

Die Vorarlberger Architektur ist europaweit bekannt. Sie gilt als wegweisend, klar in der Formensprache und nachhaltig im Bauen. Im 380-Seelen-Dorf Thal steht eines der modernsten Feuerwehrhäuser in Vorarlberg. Das Bauwerk wird dem Ruf der herausragenden Architektur gerecht. Am morgigen Sonntag wird der 1,5 Millionen Euro teure Bau eingeweiht.

Die Thaler sind stolz auf das neue Haus, das ganz in Weißtanne gehalten ist. << Wir haben schon viele Stimmen gehört, die sagen, dass es sehr schön geworden ist >>, erzählt Ortsvorsteher Walter Vögel.

Dem früheren Pfarrer Martin Sinz (1830-1911), der von den Thalern auch liebevoll << Dorfvater >> genannt wird, hätte das moderne Bauwerk wohl gefallen. Nicht nur, weil das Gebäude seinen Namen trägt. Das Dorf Thal, aus dem der Gottesmann auch stammte, lag ihm sehr am Herzen.

Sein Lebenswerk war es, hier eine Kirche zu bauen, damit die Dorfbewohner nicht mehr in die weit entfernt gelegene Pfarrkirche nach Sulzberg gehen mussten. Genauso war er Mitbegründer der Dorffeuerwehr - der Pfarrer beschaffte Feuerspritze, Schläuche und ein Grundstück für den Löschweiher. Dass die Einweihung des neuen Feuerwehrhauses in das 100. Todesjahres des << Dorfvaters >> fällt, ist aber laut Ortsvorsteher Walter Vögel reiner Zufall.

Das Mehrzweckhaus ist in Thal eine der größten Investitionen der letzten Jahrzehnte. 1,5 Millionen hat die neue Heimat der Feuerwehr gekostet - mehr als die Hälfte wurde vom Bundesland gefördert. Im Martin Sinz Haus ist auch das Dorfarchiv untergebracht, sowie Büroräume der Wassergenossenschaft Thal und ein Lagerraum für den Bauhof. Im Keller des Gebäudes befindet sich ein Biomasse-Kraftwerk, das die Wärmeversorgung der Schule, des Pfarrhauses und des Mesnerhauses sowie des Gasthauses Krone und des Dorfladens sicherstellt. Angeschlossen werden können auch Einfamilienhäuser.

Für die Innen- und Außenschalung des Gebäudes wurde ausschließlich heimische Weißtanne verbaut. << Wir wollten ein Gebäude, das kein reiner Zweckbau ist >>, so Walter Vögel. Deswegen haben die Thaler auch einen Architektenwettbewerb ausgeschrieben, den die Bregenzer Architekten Dietrich und Untertrifaller gewannen. << Eine Vorgabe war ökologisches Bauen >> (Vögel).

Herausgekommen ist ein kleines Juwel - und eines ist sicher: Dem Dorfvater hätte es bestimmt gefallen.

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