Pforzen
Diskussionen um einen Dorfplatz

Schon einmal hatte der Gemeinderat über die Bauvoranfrage für einen ehemaligen Aussiedlerhof an der Kreisstraße OAL 14 beraten. Der Bauherr will das im Außenbereich liegende Wohn- und Wirtschaftsgebäude mitsamt dem zwei Hektar großen Grundstück mit einem vier Meter hohen Lärmschutzwall umgeben (wir berichteten). Bei der jüngsten Sitzung beschlossen die Räte nun, der Anfrage in dieser Form nicht zuzustimmen.

Der Besitzer des Anwesens macht dem Vernehmen nach eine besondere Lärmempfindlichkeit geltend. Als Material zum Aufschütten des Walls will er Schüttgut verwenden - direkt von der Sanierung der Bahnstrecke Buchloe-Kaufbeuren. Die Bauvoranfrage löste im Rat Unverständnis und Kopfschütteln aus. Man fragte sich, worin die wirkliche Absicht besteht, das gesamte Grundstück auf der brettebenen Hochfläche mit einem gewaltigen Wall einzufrieden.

Auch der angedachte, sogenannte Dorfplatz in Leinau war erneut Thema. Wie berichtet, soll vor dem Kreuz an der Friedhofsmauer eine kleine Grünfläche angelegt und davor eine sichelförmige Fläche mit Granitsteinen bepflastert werden. Der Rest der Fläche zwischen Friedhofsmauer und einem Anwesen soll mit wassergebundenem Material belegt werden.

Die Leinauer Bürger waren laut Ratsmitglied Josef Kling hellhörig geworden und fragten nun: «Wo ist denn eigentlich unser Dorfplatz?» In der Folge hat der zuständige Planer Richard Weiskopf Skizzen von drei möglichen Varianten angefertigt, die nun vorgestellt wurden. Für oben genannte Variante eins entschloss sich der Rat. Bei Lösung zwei wäre das gesamte Areal gepflastert. Variante drei sieht ebenfalls vor, die gesamte Fläche zu pflastern. Zusätzlich hat sich Anrainer Anton Hofer bereit erklärt, einen Teil des Hofs vor seinem Haus begrünen zu lassen. Bürgermeister Hermann Heiß gab zu, Variante drei gefalle ihm am besten.

Zweiter Bürgermeister Josef Freuding machte sich wie schon bei der Sitzung zuvor für einen attraktiven Dorfplatz und eine «Aufwertung des gesamtes Ensembles» stark.

Allerdings mangelte es nicht an kritischen Stimmen. So fragte Andreas Schafnitzel: «Wird so ein großer Platz gebraucht?» Und Elke Jakesch meinte: «Wird der auch als Dorfplatz genutzt?» Roman Wörle räumte ein, er habe bei der Abstimmung «nicht an einen Platz im Stil einer italienischen Piazza gedacht». Heiß zufolge wird die Gestaltung des Platzes nicht auf die Anlieger umgelegt, sondern von der Allgemeinheit bezahlt. Er will demnächst die Kosten ermitteln lassen.

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