Hergensweiler
Dirndl oder Dessous, Schmuck oder Schmöker

Super eingeschlagen hat der erste Frauensachen-Flohmarkt in Hergensweiler. In den ersten beiden Abendstunden war die Leiblachhalle proppenvoll. Alles drängte sich um die 44 Stände. Ob Dirndl oder Dessous, Schmuck oder Schmöker, Handtasche oder High Heels, die Auswahl war riesig und die Nachfrage groß.

«Von Frauen für Frauen», hatte es in der Einladung geheißen. Und Männer hätten wohl auch nicht wirklich was mit «Tatütas» anzufangen gewusst. Handelt es sich hier doch um höchst entzückende Taschentüchertaschen, die Britta Erk selbst genäht hat. Auch die Mädchenblusen und -hosen ihrer Marke Eigenbau ziehen andere Mütter unwiderstehlich an.

Überhaupt ist Kleidung bei diesem Flohmarkt besonders gefragt. Magdalena Rehm hat schon einiges verkauft und versucht nun, noch «echte Schießer Frauen-Schlafanzüge» an die Frau zu bringen. «Bei uns läufts nicht ganz so gut», meint dagegen schmunzelnd Dorothea Oppl und macht dafür die zwei «Extremgrößen» bei den angebotenen Kleidungsstücken verantwortlich. Sie selbst sei eben «extrem breit» und ihre Tochter Barbara «extrem schlank und groß».

Positive Rückmeldungen zum Absatz gibts bei Heidi Hagg und ihre Söhnen Alexander (11 Jahre) und Manuel (9 Jahre). Noch zu haben sind hier eine «flotte Lotte» und mit DM-Preisen ausgezeichnete Beruhigungssauger, aber auch orange leuchtende Früchte von Lampionblumen, Riesen-Walnüsse und Birnen (vom Opa «die guten Grauen» genannt). Die Besucherinnen schauen ebenfalls zufrieden.

Marieke Florian aus Neuravensburg hat die Arme voll mit Büchern. Gemeinderätin Andrea Stiebler hat einen Tisch ergattert und Verwaltungs-Mitarbeiterin Veronika Zieger einen Spiegel. Sogar ein Mann wurde bei dem Frauen-Flohmarkt fündig: Heiko aus Zwiesele (der mit seinem Nachnamen nicht rausrücken will) hält stolz einen Weinkelch mit Totenkopf in den Händen. Das gute Stück kommt jetzt in das kleine Zimmer, «in dem ich rauchen darf».

Männer an der Cocktailbar

«Was hast Du denn no alles kauft», hört man draußen eine besorgte Männerstimme. Denn die Herren der Schöpfung belagern bevorzugt Cocktailbar und Foyer oder stehen draußen und warten. Überhaupt ist die Bar der Renner. Gibt es doch hier neben Sekt, Bier und Vino so tolle Sachen wie die «Autofahrer-Bowle». Da bleiben denn auch Männer wie Wolfgang Rehm hängen, der in der Halle eigentlich schon angekündigt hatte: «Jetzt nehm ich mir die Elisabeth (die jüngste Tochter) und gang heim. Hier sind mir zu viele Frauen.»

Apropos Frauen. Die sieben Power-Frauen, die das Ganze auf die Beine gestellt haben, sind am nächsten Tag hochzufrieden. «Gigantisch», sagt Petra Eisenbarth zum Besuch. Mit so viel Besuchern habe man nie gerechnet. Was die Organisatorinnen besonders freut: Gut 600 Euro Reinerlös kamen aus dem Verkauf von Essen und Getränken zusammen. Das Geld kommt dem Kinderhospiz Bad Grönenbach zugute.

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