Diener und Kämpfer zugleich

Immenstadt | cp | Sie verstehen sich als Diener und Kämpfer zugleich, engagieren sich aktiv in Kirche, weltlichen Verbänden und Politik, pflegen freundschaftliche Verbundenheit: die Mitglieder der Stefanuskreise. Seit 50 Jahren wirkt eine solche katholische Laienorganisation im südlichen Oberallgäu. Ein Rückblick zum Jubiläum ließ große Ereignisse, die weit über die Gruppe hinaus gewirkt haben, noch einmal lebendig werden.

Mit bewegten Worten schilderte Franz Schlichtling, über 30 Jahre Obmann des Kreises, Mitgliedern und Ehrengästen im Pfarrheim St. Nikolaus den Weg zur Gründung durch Alfred Lange, den geistigen Vater der Bewegung. 30 Männer zwischen Oberstaufen und Oberstdorf hatten am 15. Januar 1958 ihren Beitritt erklärt. Die ersten Jahre waren durch Bildungsarbeit geprägt, geistiges Rüstzeug durch Tagungen und Seminare und nicht zuletzt 'Sprecherziehung', die rhetorische Schulung der Stefanusfreunde.

Veranstaltungen des Immenstädter Kreises bewegten in den sechziger Jahren eine breite Öffentlichkeit: Eheseminare und 'soziale Wochen', Vortragsveranstaltungen mit prominenten Wissenschaftlern und Theologen wie Christa Mewes treffen bei vielen hundert Zuhörern den Nerv der Zeit. Bis in die heutige Zeit bestärkt der Stefanuskreis religiös interessierte Oberallgäuer, mischt sich gleichwohl mahnend ins Gesellschaftsleben ein.

Auch wenn im Immenstädter Kreis bis heute nur Männer Mitglied werden können, versteht man sich alles andere als ein geheimer Zirkel und sucht die Öffentlichkeit. 'In Glaubensfragen sind Männer ganz gerne einmal unter sich, können sich leichter öffnen und austauschen', begründete Schlichtling das bewusst gepflegte Relikt aus der Gründungszeit der Kreise.

Wenn der Stefanuskreis auf Wallfahrt geht, seine jährliche Bergmesse feiert oder in der Bildungsstätte Heiligkreuztal tagt, sind die Frauen gern gesehene Gäste. Und natürlich waren die Partnerinnen bei der Jubiläumsfeier dabei. Obmann Alfred Sommer begrüßte dort zahlreiche Gäste und Delegationen aus Stefanus-Organisationen, kirchlichen Einrichtungen und der Politik.

Ein Geburtstagsständchen spielte die Saitenmusik des Gymnasiums Sonthofen. Die Gruppe gab auch dem abschließenden Gottesdienst, zelebriert von Pfarrer Josef Hochenauer einen festlichen Rahmen.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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