Stiefenhofen
Die «wilde Hilde» am Herd

Sieben Frauen kommen aus sieben Regionen Bayerns zusammen, um sich gegenseitig zu bekochen und einander ihre Lebenswelten vorzustellen. Bei allen Treffen ist ein Fernsehproduktionsteam dabei, das die Begegnungen im Auftrag des Bayerischen Rundfunks (BR) in Ton und Bild festhält. Eine der Frauen ist Hilde Rasch aus Wolfsried (Gemeinde Stiefenhofen). Ab dem 12. August strahlt der BR immer mittwochs und donnerstags (20.15 Uhr) eine Folge von «Landfrauen Küche» aus. Bei jeder ist die Westallgäuerin dabei. Am 26. August stellt sie schließlich sich, ihre Familie und ihre Arbeit auf Hof, Sennalpe und im eigenen Käse- und Hof-Lädele vor.

Insgesamt eine Woche lang hat ein dreiköpfiges Team (Regie, Ton, Kamera) Familie Rasch im März in ihrem Alltag begleitet - von 6 bis 21 Uhr, «die rücken dir nicht mehr von der Pelle», sagt Hilde Rasch. Ob im Stall, beim Käsen oder Schneeschippen: Die Kamera war überall dabei. Einmal sollte Hilde Rasch zusammen mit ihren Kindern einen Schneemann bauen. «Aber das mach ich nicht», sagt die 41-Jährige. «Das mache ich sonst nicht, also auch nicht für die Kamera.»

Manche Sachen seien «ziemlich umständlich» gewesen. Allein für die Käsepflegeszene mit Mann Wolfgang habe das Team zwei Stunden gebraucht. Und als es darum ging, die Kinder zu wecken, schliefen die in Wirklichkeit schon lang nicht mehr. Denn bis zur Kameratauglichkeit waren mehrere Weckanläufe vonnöten.

Hilfe von der Nachbarin

Am letzten Drehtag stand ein Drei-Gänge-Menü für die anderen sechs Landfrauen auf dem Programm, das «die wilde Hilde», wie sie der BR in einem Flyer zur Sendung betitelt, am heimischen Herd zubereitet hat. Unterstützung hat sie dabei in der Küche von Nachbarin Edeltraud Kneppler bekommen. Serviert hat Schwägerin Michaela Rasch, die als gelernte Hotelfachfrau «alles perfekt gemacht hat», wie Hilde Rasch sagt.

«Es war nett und auf jeden Fall eine Erfahrung wert», fasst Hilde Rasch zusammen. Nichtsdestotrotz sei die Woche auch eine stressige gewesen. «Du musst dich im Tempo zurücknehmen, weil die Kamera sonst nicht mitkommt», sagt Hilde Rasch. Am Ende eines Tages habe man vielleicht ein Fünftel des normalen Pensums geschafft. «Aber die Arbeit bleibt ja trotzdem.»

Manche Fragen gingen Hilde Rasch zu stark ins Private - etwa, was sie an ihrem Mann am meisten schätze. «Die schauen wahnsinnig weit in dein Leben rein. Da brauchst du Vertrauen darauf, dass am Ende was Gutes raus kommt», so Rasch.

Katharina Stanglmair, Geschäftsführerin der Landfrauengruppe des Bayerischen Bauernverbandes (BBV), hat Hilde Rasch auf das BR-Format aufmerksam gemacht und gefragt, ob sie nicht mitmachen wolle. Stanglmair kannte die Wolfsriederin bereits von einer Veranstaltung vor ein paar Jahren. Wenn es nach Hilde Rasch gegangen wäre, «hätt ich nein gesagt». Aber Ehemann Wolfgang habe sie letztlich von der Sache überzeugt. Wenn sie von anderen nach dem Warum gefragt wird, ist die Antwort: «Imagepflege für Landfrauen.

» Irgendjemand müsse es ja tun, ohne dass der Geldbeutel klingelt.

Rezepte und Infos im Internet:

www.br-online.de

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