Wild
Die Tiere im Wald halten jetzt größtenteils Winterschlaf

Pst – Bitte nicht stören: Mit diesem Appell richtet sich derzeit der Kreisjagdverband Kempten an alle Wanderer, Spaziergänger, Skifahrer, Skitourengeher, Rodler und alle anderen Wintersportler. Während diese nämlich allmählich aktiv werden, brauchen die Waldbewohner in dieser Zeit vor allem Ruhe.

Darauf, bittet Vorsitzender Manfred Werne, sollten die Wintersportler Rücksicht nehmen. Die Wildtiere, so Werne, haben ohnehin immer weniger Bereiche, in die sie sich zum Fressen und Ruhen zurückziehen können.

Doch gerade in der kalten Jahreszeit ist das für Rehe, Wildschweine und Co., so genannte Fluchttiere, überlebenswichtig: Werden sie gestört, ergreifen diese Tiere die Flucht und verbrauchen dabei viel Energie, Energieverbrauch bedeutet, die sie durch Fressen wieder hereinholen müssen. Zwischen Störung, Energieverlust, Nahrungsmangel und der Entstehung von Wildschäden im Wald, so Werne, besteht also ein direkter Zusammenhang.

Das Wild, vor allem die warmblütigen Pflanzenfresser wie Hirsche, Rehe oder Gams, ist im Winter laut Werne einer doppelten Belastung ausgesetzt: Einerseits haben sie weniger Futter und andererseits müssen sie mehr Energie für die Wärmeregulation aufbringen.

Viele Tiere haben sich der Kälte angepasst und fressen sich im Herbst eine dicke Fettschicht an. Und damit diese nicht zu schnell aufgebraucht wird, sind die Tiere im Winter weniger körperlich aktiv, senken ihre Körpertemperatur ab und passen ihren Stoffwechsel an Qualität und Verfügbarkeit der Nahrung an – sie laufen also quasi auf Sparflamme. Werne: 'Dieser Energiesparzustand kann von ihnen aber nur bei absoluter Ungestörtheit in ihren sicheren Einständen aufrechterhalten werden.'

Schließlich appelliert Werne an alle Wintersportler, ihre Aktivitäten an den Bedürfnissen der Wildtiere auszurichten und Rücksicht zu nehmen: 'Es muss uns gelingen, die Auswirkungen der menschlichen Aktivitäten auf die Wildtiere zumindest abzuschwächen.'

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