Lindenberg
Die Tiefgarage muss bereits saniert werden

Der Haushaltsausschuss hat das Investitionsprogramm für die Jahre 2009 bis 2013 genehmigt. Dabei kam zutage, dass die Tiefgarage unter dem Einkaufszentrum saniert werden muss. In den Jahren 2011 bis 2013 sind zunächst 600000 Euro dafür veranschlagt.

Die endgültigen Kosten wird demnächst ein Gutachter im Bauausschuss vorstellen, der mit der Untersuchung beauftragt worden ist. Stadtbaumeister Kurt Kirschenmann erläuterte, dass das Tausalz zu «Lochfraß» im Stahl führe, «das heißt, der Stahl löst sich auf.» Dadurch verliert er seine Tragfähigkeit. Es bestehe keine akute Gefahr, der Fraß sei «noch nicht weit fortgeschritten. » Jedoch müsse auf längere Sicht was getan werden.

Dieses Problem hätten viele Tiefgaragen, wusste Kirschenmann. Er schimpfte über die anfangs eingebaute Verdunstungsrinne als «der größte Mist». Ein Entwässerungssystem wäre die bessere Lösung gewesen, wie man es inzwischen im Obergeschoss gemacht habe. Doch im Untergeschoss sei das nicht mehr möglich. Eine neue Kunststoffbeschichtung muss auf den großen Flächen aufgetragen werden. Möglicherweise muss die Betonummantelung der Säulen verstärkt werden.

Daneben hat die Stadt fünf Großprojekte in der langfristigen Planung: die Stadion-Sanierung, die Hallenbad-Sanierung, das Sanierungsgebiet Bräuhaus, die Umgestaltung alter Friedhof und das Reichgelände. Die Stadion-Sanierung steht heuer mit 205000 Euro, nächstes Jahr mit 870000 Euro und 2012 noch einmal mit 300000 Euro im Investitionsprogramm. Für die Hallenbad-Sanierung sind vorsorglich jährlich 100000 Euro in den nächsten drei Jahren vorgesehen. «Wenn wirklich was kommt, wird das zuwenig sein», kommentierte Bürgermeister Johann Zeh den Posten.

Größter Ausgabebrocken ist der Straßenunterhalt. 1,2 Millionen Euro sind für die Jahre 2011 bis 2013 veranschlagt, als Mittelwert der vergangenen Jahre. Nur heuer gibt man sich mit der Hälfte zufrieden.

Auch das Sanierungsgebiet rund ums Bräuhaus und die alte Stadthalle ist mit 100 000 Euro im nächsten Jahr, und je 150000 Euro in den folgenden Jahren, noch im Blick.

Die Umgestaltung des alten Friedhofs, heuer mit 50000 Euro im Etat, würde, wenn der Stadtrat daran festhält, in den Folgejahren 170000 Euro und zweimal 120000 Euro kosten.

Bauhof-Fuhrpark veraltet

Für Bauhof-Fahrzeuge sind 2011 schon mal 100000 Euro vorgesehen. Stadtbaumeister Kirschenmann kündigte an, dass in Zukunft «einiges kommen» werde, weil wohl einige sehr alte Fahrzeuge ausgemustert werden müssen.

Für das Museum auf dem Gelände der alten Hutfabrik sind in den kommenden drei Jahren jeweils 800000 Euro im Programm. Wenn der kühne Plan eines professionell geführten Hutmuseums mit Veranstaltungssaal in dieser Zeit verwirklicht werden sollte, «wird das Geld sicher nicht reichen», sagte Zeh voraus.

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