Informationsabend
Die Tiefgarage ist für viele eine Herzenssache

Wer sich nicht rechtzeitig auf den Weg gemacht hatte, guckte am Donnerstagabend in Sachen Parkplatz in die Röhre. Der Hildegardplatz zugestellt, Prälat-Götz-Straße dicht, rund ums Kornhaus keine Lücke mehr.

Etliche Besucher einer Informationsveranstaltung des << Bündnis Pro Hildegardplatz >> im Kornhaus wichen nach ihren Suchrunden auf Flächen am Pfeilergraben und an der Eberhardstraße aus. << Wie sieht das erst aus, wenn in dem Bereich 95 Parkplätze wegfallen? >>, fragten die Befürworter einer Tiefgarage unter dem Hildegardplatz.

Initiativen-Sprecher Heinz Grünwald hatte als Fachleute Baureferentin Monika Beltinger und Prof.Karl Schütz eingeladen. Stadtrat Alexander Hold moderierte und holte Stimmen ein von regelmäßigen Besuchern und Dienstleistern, Geschäftsleuten, Wirten und Pfarrgemeinderat. Der Tenor war eindeutig: Ob tagsüber oder abends - Parkplätze sind in dem Bereich notwendig. Auch die Veranstaltungshäuser seien angewiesen auf ausreichend Parkplätze in ihrem Umgriff.

Statik und Bauweise der Tiefgarage: Bevor eine Baugrube ausgehoben werde, würden die Wände mit Bohrpfählen gesichert. << Das ist die erschütterungsärmste Bauweise >>, versicherte Schütz, der seit vielen Jahren mit den Gegebenheiten rund um die Basilika vertraut ist. Überwachende Prüfungen sollen den Bau begleiten. Aus Sicht des Ingenieurs besteht weder für die umgebenden Häuser noch für die Basilika eine Gefahr.

Monika Beltinger zufolge entstehe eine helle, komfortable Tiefgarage mit 2,65 Metern Höhe und 2,5 Meter breiten Stellplätzen.

Zeitplan: Die Umgestaltung soll zwischen den Freiluftzeiten 2013 und 2015 des Wochenmarkts realisiert werden. Ende 2013 haben die Archäologen den Vortritt. Man erwarte allerdings keine ähnlichen Funde wie am St.-Mang-Platz.

Stimmen: Auch künftig sollen Gottesdienstbesucher und Gäste der City-Seelsorge am Hildegardplatz parken können, wünscht sich Nicole Hock, Pfarrgemeinderatsvorsitzende von St. Lorenz.

Buchhändler Herbert Schrankenmüller beobachtet immer wieder, dass bei den Kurzzeitparkplätzen nachbezahlt wird - auch wenns verboten ist: << Eine halbe Stunde reicht den Leuten oft einfach nicht. >> Juwelier Joachim Rall ist sich mit vielen seiner Nachbarn in Salz- und Poststraße einig, dass man nicht auf 95 Parkplätze verzichten könne. Rechtsanwalt Oliver Ahegger berichtete von Treffen im << Stift >>, zu denen die Gäste regelmäßig zu spät kämen - mangels Parkplätzen. Im Vorstand des City-Managements gebe es eine überwiegende Mehrheit pro Tiefgarage, erklärte Reischmann-Geschäftsführer Mike Mattern.

<< Haus Hochland >>, << Goldene Traube >>, << Stift >>, << Bräu-Engel >> - << es vergeht keine Woche, dass wir nicht angesprochen werden auf die katastrophale Parkplatzsituation >>, sprach Hans Hummel für die Wirte in der Stiftsstadt. Keine Alternative ist laut Beltinger ein Parkdeck am Pfeilergraben: << Das Grundstück gehört dem Staat, wir bekommen es nicht. >>

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