Neugablonz
Die Terrasse muss warten

Die seit Langem geplante Umgestaltung des Neuen Marktes steht vor einer neuen Hürde. Ursprünglich sollten die Arbeiten noch heuer öffentlichkeitswirksam vor dem Gablonzer Haus beginnen. Dort ist eine Art Terrasse vorgesehen. Diese Pläne müssen nun verschoben werden, da sie auch das Gablonzer Haus selbst betreffen. Bei Änderungen an diesem Wahrzeichen des Stadtteiles möchte der Eigentümer, der Archiv- und Museumsverein, nämlich ein Wörtchen mitreden. Mit dem Bau der Terrasse ist deshalb in diesem Jahr nicht mehr zu rechnen.

Dabei sind die Pläne für die insgesamt rund sechs Millionen Euro teure Umgestaltung des Neuen Marktes schon so gut wie umsetzungsreif. Nach einem Architektenwettbewerb hatte der Stadtrat den Auftrag an das Münchener Büro Eisenlauer-Voith vergeben. Im Juli wurden dem Bauausschuss verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten für den Bau einer Terrasse vorgelegt. Doch erst danach ging die Stadtverwaltung mit den vom Bauausschuss favorisierten Ideen auf den Archiv- und Museumsverein zu, der zurzeit das im Gablonzer Haus untergebrachte Isergebirgsmuseum im Innenbereich umgestaltet. Dem Vernehmen nach wird intern derzeit auch eine bauliche Erweiterung diskutiert.

«Eine gute Sache»

«Wir befürworten die Terrasse, das ist eine gute Sache», sagt Dr. Martin Posselt, der Vorsitzende des Vereins, auf Nachfrage der AZ. «Aber jetzt bietet sich die Chance, es noch besser zu machen.» Denn Veränderungen auf dem Vorplatz des Gablonzer Hauses beträfen natürlich auch das Gebäude selbst. Fragen der Terrassendimension, der Beschattung, der Belebung durch ein Café sowie eines möglichen Umbaus des Eingangsbereiches müssten in Zusammenhang mit dem ganzen Haus gesehen und geklärt werden. «Die Gespräche bisher waren sehr anregend», sagt Posselt, der allerdings mehr von einem «Brainstorming» spricht. «Das ist noch keine feststehende Planung.» Auf eine mögliche bauliche Erweiterung des Museums und Überschneidungen mit den städtischen Plänen ging er nicht ein.

Die Folgen der Gespräche sind dagegen eindeutig: Die Stadt muss ihren Zeitplan umwerfen. Um nun überhaupt beginnen zu können, sollen Arbeiten an der Grünfläche vorgezogen werden. «Dieser Bereich könnte unabhängig von der Situation vor dem Gablonzer Haus umgestaltet werden», heißt es in einer Vorlage der Bauverwaltung für den städtischen Bauausschuss, der nächste Woche in seiner Sitzung darüber entscheidet.

Allerdings muss das Gremium danach auch noch über die Detailplanung diskutieren, die das Architekturbüro in Abstimmung mit der Lenkungsgruppe für die Umgestaltung des Neuen Marktes ausarbeitet. Die Bagger werden also wohl erst im nächsten Jahr anrücken.

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