Marktoberdorf
Die Stärken herausstreichen

Die Konkurrenz ist gewachsen. Und in diesen Zeiten will die Stadt Marktoberdorf verstärkt für ihr Veranstaltungshaus Modeon werben. Es hat viele Stärken, meint Kulturamtsleiter Rupert Filser. Und die sollen herausgestrichen werden. Schließlich habe man Vieles zu bieten.

Da wäre einmal das Programm, das die Stadt selbst anbietet. «Das Leben der Anderen» in einer Theaterfassung, «Blechschaden» am Rosenmontag oder auch Strauß «Die Fledermaus - die neue Spielzeit im Modeon, die im Oktober beginnt, hat wieder eine große Bandbreite. kultureller Veranstaltungen.

Dazu kommen die Kulturangebote verschiedener anderer Veranstalter. Das 27 Jahre alte Modeon, so Filser, sei nach wie vor sehr gefragt. Die Belegungszahlen seien seit Jahren konstant. Und das, obwohl die Konkurrenz in der Region größer geworden ist: Das Festspielhaus Füssen, das Stadttheater Kempten oder teils auch die Big-Box in Kempten gehören zu den konkurrierenden Anbietern. Ein kleines Tief, so räumt Filser ein, habe es in der Tat gegeben, als das Festspielhaus am Forggensee begann, mit einem ganz ähnlichen Programm zu werben.

«Aber das hat sich schnell wieder gefangen.» Die Stadt habe Konsequenzen gezogen. Es werde darauf geachtet, dass nicht zeitgleich Ähnliches auf dem Programm steht. «Wir fragen da bei den Agenturen nach.» Bei den stadteigenen Kulturveranstaltungen konzentriere man sich auf Musiktheater, Schauspiel, Oper und Ballett. «Hier», so Filser, «liegen unsere Stärken.» Und auf die gelte es sich zu besinnen.

Auch bei Veranstaltern beliebt

Für welches Haus sich die Fremdveranstalter entscheiden, darauf habe man wenig Einfluss. «Aber es gibt viele, denen das Modeon gerade von seiner Größe her mehr zusagt als zum Beispiel ein Festspielhaus.

» Gerade für Comedy und Klassik miete er das Modeon sehr gerne an, sagt zum Beispiel Georg Preisinger von der gleichnamigen Ronsberger Künstleragentur. Alles sei gut: die Lage, die Akustik, die Bühne, das Foyer, der Bau insgesamt.

Nicht nur die Konkurrenzsituation, sondern auch das Publikum habe sich im Laufe von fast drei Jahrzehnten geändert, meint Filser. «Wir merken zum Beispiel für die bevorstehende Spielzeit, dass das nun total flexibel zusammenstellbare Wahlabo sehr gut ankommt.»

Auch Publikum ändert sich

Nachdem die Anzahl der festen Abonnenten in der Vergangenheit rückläufig gewesen sei, habe die Stadt sich für dieses Wahlabo entschieden. Denn - und da ist sich der Kulturamtsleiter sicher: Die Qualität des Angebots stimme. Die Entscheidung, es anzunehmen, werde aber immer spontaner.

Vieles heute nicht mehr denkbar

Den Vorwurf, dass «früher mehr und Besseres geboten war», lässt er nicht gelten. «Vom Stadttheater zum Modeon war vor 27 Jahren ein großer Qualitätssprung gemacht worden», erklärt er sich diesen Eindruck, den treue Modeongänger auch ihm gegenüber äußern. Gastiert hätten sogar das Gärtnerplatztheater oder Ensembles der Staatsoper. «Das ist seit vielen Jahren gar nicht mehr denkbar und wäre auch viel zu teuer.»

Der Qualitätsanspruch sei gewachsen. Daher werde bei der Auswahl der Inszenierungen schon bei den anbietenden Agenturen sehr selektiv gearbeitet. (sg)

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