Marktoberdorf
Die Schnäppchenjagd hat begonnen

Offiziell hat am Montag der traditionelle Sommerschlussverkauf im deutschen Einzelhandel begonnen. Obwohl bereits seit dem Jahr 2004 die Beschränkung der Preissenkung auf die letzte Juli-, beziehungsweise erste Augustwoche, aufgehoben ist, wurde dieser Zeitraum dennoch im Kern beibehalten. Schließlich geht es den Händlern meist darum, Lagerraum für die neue Winterware zu schaffen. In der Marktoberdorfer Geschäftswelt hat jeder Ladenbesitzer dabei seine eigene Strategie.

«Wir haben am Montag ganz offiziell mit dem Schlussverkauf begonnen. Natürlich müssen die reduzierten Artikel im Voraus ausgezeichnet werden, aber der Aushang erfolgte erst jetzt», so Christian Schreyer von Outdoortrends. Und weiter: «Ich glaube nicht, dass sich die Wirtschaftskrise im Verhalten der Leute bemerkbar macht. Wir haben durch unseren Online-Versand bereits ein gutes Schlussverkaufs-Wochenende verzeichnen können.»

Platz schaffen für neue Ware

Vergangene Woche läutete auch der kleine Mode- und Fahrradladen «Aloha» den Sommerschlussverkauf ein. Dana Stricker musste den halben Ladenbestand vor das Geschäft verlegen, damit Platz für die schon eingetroffene neue Ware ist. «Ansonsten ist alles wie gehabt. Schnäppchen gehen immer, vor allem reduzierte Markenklamotten», sagt sie.

Genauso zufrieden mit dem stabilen Kaufverhalten der Kunden ist Xaver Martin vom Modehaus Martin. Das Bekleidungsgeschäft reduziere auch unter dem Jahr, um permanent neue Ware im Sortiment aufnehmen zu können. «Oft wird zu etwas Heruntergesetztem noch etwas Aktuelles gekauft», so Martin.

Weitaus weniger mitgerissen von Schlussverkaufsaktionen ist Sportfreunde-Inhaber Christian Stegmüller: «Für den Berg- und Outdoorbereich beginnt die Saison jetzt erst. Wir haben uns lediglich an die Aktion mit drangehängt, weil es die Kunden erwarten und gewohnt sind.»

«Man ist ja gut informiert»

Die Meinungen der Bürger bezüglich des Kaufverhaltens gehen ebenfalls auseinander. «Mir war gar nicht bewusst, dass Sommerschlussverkauf ist», antwortet Marlies Hartmann aus Marktoberdorf erstaunt. Aber wenn ihr ein Schnäppchen begegnet, könnte man sie «schon leicht übers Ohr hauen», denn Preisvergleiche stellt sie nicht an. Roland Mair hat den Schlussverkauf über die diversen Anzeigen in den Medien wahrgenommen. «Hauptsächlich sind die Frauen auf Schnäppchen aus und stellen Vergleiche an. Aber man ist ja gut informiert und weiß, was die Sachen unter dem Jahr kosten», so der Marktoberdorfer.

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