Lindenberg
Die Sanierung hat begonnen

Während sich auf der Wiese an der Waldseepromenade Sonnenanbeter aalen, laufen einen Steinwurf entfernt auf der Kunsteisanlage die Vorbereitungen für die neue Saison. Mit der Übertragung des Erbbaurechts auf den Förderverein ist der Betrieb mittelfristig gesichert. «Eine gute Lösung», sagt Bürgermeister Johann Zeh.

Die jetzt vollzogene Übertragung des Erbbaurechts an den Verein war nur noch eine Formalie. Die entscheidenden Beschlüsse hatten die früher am Kunsteis beteiligten Gemeinden - neben Lindenberg, Weiler-Simmerberg, Scheidegg, Heimenkirch und Oberreute - im Frühjahr gefasst: Die Gemeinden stellen dem Verein in drei Jahresraten insgesamt rund 150000 Euro zur Verfügung. Dafür entbindet sie die Stadt von der Pflicht, sich an möglichen Kosten zu beteiligen, die durch einen Rückbau der Anlage entstehen könnten.

Das Geld ist zweckbestimmt für die Sanierung der Anlage. Kleinere Reparaturen haben die Mitglieder des Fördervereins bereits erledigt. Beispielsweise ist die Überdachung der Strafbank erneuert worden. In den Toiletten wird ein neuer Boden eingebaut. Mit dabei ist auch ein Bodenleger aus Immenstaad am Bodensee.

Der «Boden-Profi» spielt in einer Hobbymannschaft auf dem Lindenberger Eis und packt jetzt mit zu. «Es ist schön, dass sich die Leute so mit der Anlage identifizieren», sagt Baldauf. Die wichtigste Arbeit heuer steht Ende Juli, Anfang August an. Dann wird ein neues Hauptrohr für die Kühlanlage geliefert und eingebaut. Im nächsten Jahr ist dann die Trockenlegung des Kellers geplant. Baldauf hofft, dass bei den Arbeiten dank der Eigenleistung der Vereinsmitglieder genügend Geld bleibt, um 2010 auch noch die Umkleiden und Duschen sanieren zu können. Im Hintergrund arbeitet der Verein zudem an der nächsten Saison. Nach den Sommerferien werde er Gespräche mit Westallgäuer Schulen führen, kündigt Oliver Baldauf an. Ziel sei es, noch mehr Schulen als bisher davon zu überzeugen, die Anlage zu nutzen.

«Eislaufen ließe sich gut in den Sportunterricht einbauen», ist der Vereinsvorsitzende überzeugt. Gespräche wird es auch mit Kureinrichtungen, etwa den großen Kliniken geben, und auch bei der einen oder anderen Gemeinde wird der Vereinsvorsitzende vorsprechen, um Möglichkeiten der Zusammenarbeit auszuloten.

Ziel ist es, die Besucherzahl nach und nach zu steigern. Zehn Prozent plus waren es im vergangenen Jahr. Obwohl lange unklar war, ob es überhaupt noch einmal eine weitere Kunsteissaison geben würde, kamen am Ende mehr als 10000 Eisläufer. 15000 in einer Saison hält Baldauf für eine Zahl, die erreicht werden könne.

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