Oberallgäu / Kempten
«Die Polen werden lange trauern»

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Ein Schatten legte sich über die Feier zum 40. Geburtstag von Pater Thomasz am Wochenende in Kimratshofen: «Der Absturz der polnischen Präsidentenmaschine am Samstag war für uns alle wie ein Schock,» sagt der Seelsorger, der aus Polen stammt. Absagen hatte er die Feier nicht wollen, denn «es war ja schon alles vorbereitet, - aber wir haben in der Kirche für die Opfer und Angehörigen gebetet».

96 Menschen, unter ihnen der polnische Präsident Lech Kaczynski, starben (wie berichtet) durch den Absturz der Maschine der polnischen Luftwaffe auf den Militärflughafen im russischen Smolensk. Wir fragten aus Polen stammende Kemptener und Oberallgäuer nach ihrer Einschätzung.

Radek Jagielski ist am Samstagmorgen zufällig im Internet auf «die schockierende Nachricht» gestoßen. Er hatte gleich mit seinen Eltern telefoniert und das schreckliche Ereignis erörtert. «Die Polen werden lange trauern,» ist der ehemalige Footballtrainer der Allgäu Comets überzeugt. «Das war nach dem Tod von Papst Johannes Paul II. auch so.»

Pater Jan Bloch (Kempten, Pfarrei Christi Himmelfahrt) fragt sich nach den Ursachen des Absturzes, nach dem Warum.

«Gut ausgebildete Piloten»

«Denn eigentlich haben wir gut ausgebildete Piloten in Polen.» Er mutmaßt, ob der beim Absturz getötete Präsident Kaczynski persönlich Druck ausgeübt haben könnte. Seine Schlussfolgerung ist, dass auch die Mächtigen nicht immer alles beeinflussen können, «schon gar nicht jederzeit das Wetter» - die handelnden Personen unter Umständen aber schon.

Bloch ist gespannt auf die Auswertung des Flugschreibers, die auf sich warten lässt. Den Russen bescheinigt er, «echte Aufklärungsarbeit» zu leisten. Das Unglück könne so Polen und Russen wieder näher zusammenbringen. (sir)

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