Altusried
Die Mehrheit der Altusrieder will einen Einkaufsmarkt im Ortszentrum

Die mit Spannung erwartete Einzelhandelsanalyse bringt es an den Tag: Knapp 60 Prozent der befragten Altusrieder plädieren für einen neuen Lebensmittelmarkt im Ortskern - und nicht außerhalb. Dies betonte Städteplaner Dr. Manfred Heider bei der Vorstellung des Gutachtens am Montag im Gemeinderat. Fazit der Studie: Der Einzelhandelsstandort Altusried wird zwar für attraktiv befunden, jedoch beklagen Bürger und Gewerbetreibende geringe Ausbaupotenziale, Leerstände, Kaufkraftabflüsse und die Verkehrsbelastung innerorts.

Bürgermeister Heribert Kammel wertete die Ergebnisse vor über 20 Zuhörern «als Untermauerung dessen, was wir im Bürgerteam jahrelang erarbeitet haben». Alles deute auf eine innerörtliche Entwicklung hin, unterstrich Dr. Wolfgang Hauke. Matthias Brack betonte, mit der Studie ein objektives Werkzeug an die Hand bekommen zu haben. Nachdem man sich ein Jahr lang «teils kindergartenartig» im Kreis gedreht habe, sei nun deutlich, dass der von der Gemeinde eingeschlagene Weg in die richtige Richtung gehe.

Es gelte jetzt, eine Lösung zu finden, die für alle tragbar sei, betonten Helga Herb und Bruno Rotter. Indes kündigte Adolf Birker als Sprecher der Bürgerinitiative sogleich erneuten Gegenwind an. Insbesondere den Abbruch des Rathauses gelte es zu verhindern.

Zufällig Ausgewählte befragt

Insgesamt 60 Betriebe und 200 zufällig aus dem Telefonbuch ausgewählte Bürger hat Heiders Team für die Studie befragt. Der Planer sprach von einem kleinstrukturierten Einzelhandel, der 22,6 Millionen Euro erwirtschaftet. Dem stünden 53,2 Millionen Euro Kaufkraft der Bevölkerung gegenüber. Davon fließen 32,4 Millionen Euro vor allem nach Kempten ab. Für Heider eine zu hohe Summe.

47 Prozent der Gewerbetreibenden beurteilen das Stimmungsbild der örtlichen Wirtschaft für gut. Die Wohngegend und gute Einkaufsmöglichkeiten werden positiv gesehen. Bemängelt werden vor allem das hohe Verkehrsaufkommen, die fehlende Umgehungsstraße, ein «unattraktives» Ortsbild und unzureichender öffentlicher Personennahverkehr. Auf der Wunschliste ganz oben stehen weitere Gastronomiebetriebe in Form von Cafés oder einer Eisdiele, gefolgt von einem Lebensmittelmarkt.

Das abschließende Gutachten, in das die Gemeinde 12300 Euro investiert, soll im November auf den Tisch kommen.

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