Allgäu
«Die Kurve ist entschärft»

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Versprochen, angekündigt oder geplant ist schnell. Manches wird von Gemeinden oder Behörden sofort angepackt. Andere Maßnahmen werden dagegen auf die lange Bank geschoben oder geraten in Vergessenheit. Unter der Rubrik «Zur Sache» will die Memminger Zeitung daher in unregelmäßigen Abständen bei Behörden, Politikern, aber auch bei Verbänden oder Privatleuten nachhaken, ob sie den Worten auch Taten haben folgen lassen.

Egg a. d. Günz Vor rund einem halben Jahr hatten sich Jugendliche aus Egg mit der MZ-Jugendredaktion über ihren Ort unterhalten. Neben einem neuen Trainingsplatz in der Gemeinde, für den nun eine Fläche gefunden wurde (siehe nebenstehender Artikel) stand auch der Abriss beziehungsweise die Sanierung des alten Zehntstadels im Ortsteil Engisried und die Entschärfung der Kurve in der Innebergerstraße auf dem Wunschzettel. Wir wollten nun von Bürgermeister Franz Morath wissen, was sich innerhalb der letzten sechs Monate getan hat.

Herr Morath, die Gemeinde hat nun ein Grundstück für einen zweiten Trainingsplatz am Ort gefunden. Wann beginnen die Bauarbeiten?

Morath: Wir haben eine Bauanfrage an das Landratsamt weitergeleitet. Nun müssen die Emissionswerte geprüft werden, die über ein mögliches Lärmaufkommen Auskunft geben, da der Flächennutzungsplan in unmittelbarer Nähe ein Wohngebiet vorsieht. Wenn wir noch in dieser Woche grünes Licht bekommen, können wir bereits nächste Woche mit dem Bau beginnen. Andernfalls müssen wir die Baumaßnahmen auf nächstes Frühjahr verschieben. Ich bin aber guter Dinge, dass es noch klappt.

Welcher Zeitraum ist für die Baumaßnahme vorgesehen?

Morath: Die Bauzeit für die Erdarbeiten beträgt rund zwei Wochen. Die Flutlichtanlage wird anschließend Stück für Stück errichtet. Wenn alles nach Plan läuft, ist der Platz ab kommendem Frühjahr bespielbar.

Ein weiterer Kritikpunkt war der marode Zehntstadel im Ortsteil Engisried, der aus Sicht der Jugendlichen eine Gefahr für die Passanten darstellt. Gibt es da neue Entwicklung?

Morath: Das Landratsamt sucht nach einer Möglichkeit, diesen historischen Stadel zu erhalten. Allerdings stellt sich noch die Frage nach einer entsprechenden Nutzung für das Gebäude, damit sich die Investition auch trägt. Landrat Hans-Joachim Weirather könnte sich eine Nutzung im sportlichen Bereich vorstellen. Dafür müssen jedoch weitere Gespräche geführt werden. Auch das Landesamt für Denkmalpflege hat bereits einen erheblichen Zuschuss signalisiert. Auf der Suche nach einem Investor befindet man sich allerdings noch im Anfangsstadium.

Verhandlungen mit der Kirche und der Diözese über eine Fläche für zehn bis 15 Parkplätze wurden ebenfalls geführt, da es fast keinen Quadratmeter rund um das Gebäude gibt, der zum Haus gehört. Eine Entscheidung über eine Sanierung oder den Abriss muss allerdings zeitnah fallen, denn der Zustand ist doch bedenklich. Zur Sicherheit für die Fußgänger wurde das komplette Gebäude eingezäunt.

Und wie steht es mit der Kurve in der Innebergerstraße?

Morath: Die Kurve ist entschärft worden. Nach Gesprächen mit der Grundstückbesitzerin haben wir den Hang, der auf ihrem Anwesen direkt an der Straße nach oben ging, teilweise abtragen können und ein Stufenbauwerk mit Steinen errichtet. Nun sieht man erheblich früher um die Kurve. Des Weiteren wurde der Telefonmast der Telekom aus dem Sichtfeld verlegt.

Damit Autofahrer den Kurvenverlauf besser nachvollziehen können, haben wir in der Mitte der Straße weiß gestrichelte Markierungen aufgetragen. (Interview: Johannes Schlecker)

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