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Die Kirche darf kein stummer Hund sein

Als Mann der klaren Worte erwies sich Bischof Walter Mixa gestern in , als er vormittags das Haus St. Hildegard besuchte. Dort suchte er das Gespräch mit rund 40 Mädchen, die im Rahmen des «Neuen Weges» derzeit Ferienkurse belegt haben. Der Bischof ging keiner Frage aus dem Weg. «Die Kirche darf kein stummer Hund sein», meinte er.

Zunächst stellten Pfarrer Christoph Leutgäb und Kathrin Kraus das Team und die Arbeit des «Neuen Weges» vor. Es folgte die Fragestunde, bei der die Mädchen sich eifrig zu Wort meldeten. «Warum können Frauen nicht Priester werden», lautete die erste Frage, für deren Beantwortung sich Mixa keinen Beifall erwartete. Doch müsse man sich nach dem richten, was Jesus vorgelebt habe, der Männern den Auftrag zur Spende des Heiligen Mahles erteilt und Frauen als «Trägerinnen allen menschlichen Lebens» angesehen habe.

Dezidiert und sehr freimütig beantwortete der Würdenträger Fragen nach Tagesablauf und Freizeitbeschäftigung. Man erfuhr beispielsweise, dass ein Bischof einer großen Diözese zwar keinen Stress, aber viel Arbeit hat. Dass er gerne schwimmt und sich auch mal öfter ein Glas Wein und eine Zigarre gönnt, dass er als «Highlights» seiner Tätigkeit Begegnungen mit Menschen empfinde.

Zur Frage, inwieweit er sich in die Politik einmischen wolle, stellte Mixa beispielhaft Grundsätze für Christen auf. «Sie töten keine Kinder, sie sehen Frauen als gleichwertig an, sie helfen einander und sie treten für Gerechtigkeit ein.» So fand der Bischof dann auch wieder sehr klare Worte zur Abtreibung. «Die schätzungsweise 6 bis 7 Millionen so getöteten Kinder könnten wir alle miteinander sehr gut brauchen.» Mit Blick auf die Finanzkrise meinte er, da gehe es überhaupt nicht mehr um die Menschen, sondern nur noch um «Diridari». Die Kirche müsse sich einmischen und gegen so etwas vorgehen.

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