Kempten/Kairo
Die Kemptener Marianne Manda zieht es immer wieder in den Orient

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Ob bei einem gewagten Abseilakt als Feuervogel von der Basilika St. Lorenz oder in Kairo an der Universität als Professorin, Marianne Manda aus Kempten ist eine Künstlerin mit vielen Gesichtern.

Lebendig, voller Tatendrang und mit viel Herz, berichtet die 1943 in Kempten geborene Künstlerin von ihrem spannenden Leben. Vom Studium der Malerei und Grafik in München, ihrer Zeit als Meis-terschülerin, von verschiedenen Stipendien bis hin zu ihrem Leben im Abend- und Morgenland.

Wenn Marianne Manda von ihrer Zeit im Jemen erzählt, blitzen ihre blauen Augen auf. 'Eine wahre Leidenschaft, aber auch mein ,Brotberuf’, ist das Zeichnen auf Ausgrabungen im Orient. Früher in der Türkei, in Syrien, in den Vereinigten Arabischen Emiraten und nun seit fast drei Jahrzehnten im Jemen'.

Wenn man bei Marianne Manda in der schönen Altbauwohnung, die ihr zugleich als Atelier dient, die Blicke wandern lässt, dann merkt man gleich, dass das künstlerische Schaffen zu ihrem Leben gehört. Jeder Raum strahlt dies aus. Schaut man sich ihre Zeichnungen genau an, stellt man schnell fest, dass nicht nur das Zeichnen der Fundstücke ein gutes Auge, Präzision und Geduld benötigt.

Grafisch setzt sich Manda mit Personen, Tieren oder Gegenständen auseinander, die ihr etwas bedeuten. Durch Überlagerungen, Zerstückelungen und Zusammenfügen von Teilen, die nicht zusammen gehören, entstehen bei ihr konkrete bis abstrakte Bildteppiche. In ihren Installationen schafft die Künstlerin es, in sich geschlossene Ausstellungen zu erstellen. Diese fügen sich aus Wandbildern und Objekten verschiedenster Materialien zusammen. Manchmal gehört auch eine Vertonung oder Gerüche dazu.

'Seit 2005 gestalten sich meine Projekte meist als Inszenierungen mit Feuer, Musik und Texten. Je nach Ort und Thematik bietet sich mir als Akteurin, als Performerin, ein großes Medienspektrum aus Feuer, Abseilaktionen und Flugperformances,' schildert Marianne Manda.

Zuletzt hat Sie die Hengeler Figuren für die Kunstnacht Kempten zum Leben erweckt. 24 Personen kleidete sie mit ihren aussergewöhnlichen Ideen nach den Karrikaturen von Adolf Hengeler ein. Diese wandelten dann am Abend durch Kempten und wurden vom Publikum voller Begeisterung aufgenommen. 'Wie lange ich brauche, ist mir egal. Da packt mich der Ehrgeiz und die Stunden werden dann nicht gezählt. Jetzt im Oktober zieht es mich wieder wie einen Zugvogel in die Wärme, wo ich die Wintermonate verbringe. Ich bin Dozentin an der 6. Oktober Universität in Kairo und lehre dort Grafik und Malerei' berichtet die Künstlerin leidenschaftlich.

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