Füssen
Die Idee eines Öko-Vorzeigeprojekts

Ein Gewerbegebiet mit ökologischer Ausrichtung? Diesen Spagat will der Zweckverband Allgäuer Land im interkommunalen Gewerbepark bei Füssen schaffen. «Wir leben in einer der schönsten Gegenden, da müssen wir Natur und Umwelt pflegen», meint Füssens Bürgermeister Paul Iacob. Als Vorbild dienen Bauten in Vorarlberg - dorthin fuhr kürzlich eine Delegation des Zweckverbandes. Die dabei gewonnenen Erfahrungen - unter anderem beim Energiesparen - will man potenziellen Bauwerbern nahebringen: «So schützen sie die Umwelt und sparen sich bei den hohen Energiekosten bares Geld», sagt Iacob. Und der Gewerbepark selbst könnte sich so zu einem innovativen Vorzeigeobjekt entwickeln.

Wie berichtet, läuft die Vermarktung des Gewerbegebietes äußerst schleppend. Dazu kommt, dass in einigen Bereichen die Bodenbeschaffenheit alles andere als optimal ist, dort müsste der Untergrund ausgetauscht werden. Um diese Probleme in den Griff zu bekommen, machte sich der Zweckverband in Österreich schlau.

Dort bietet ein Unternehmen sogenannte Energiepfähle an: Sie haben nicht nur eine statische Funktion - mit ihnen kann man auch Erdwärme für die Betriebe nutzen. «Das ist ein ganz interessantes Projekt», meint Hauptamtsleiter Andreas Rist. Bei Bregenz werden die Pfähle beispielsweise genutzt, um eine Maschinenhalle auf einem eher moorigen Untergrund zu errichten - zugleich könne sich der Betrieb so Energiekosten sparen. Auch bei Bauvorhaben in anderen Orten seien diese Pfähle bereits erfolgreich eingesetzt worden.

«Wir können uns vorstellen, mit dieser Firma zusammenzuarbeiten», sagt Bürgermeister Iacob für den Zweckverband. Es werde detailliert berechnete Musterbeispiele geben, die man Interessenten für Gewerbeflächen unverbindlich vorstellen werde.

Holz aus der Region

Nicht nur um die Energiepfähle, sondern auch um die Themen energieeffizientes Bauen und regionale Wertschöpfung ging es bei der Info-Fahrt des Zweckverbandes. So wurden Gebäude besichtigt, bei denen viel Wert auf den Einsatz von heimischen Materialien und energiesparendes Bauen gelegt worden war. Iacob geht davon aus, dass auch beim Bau von Gewerbebetrieben in Füssen viel Holz aus der Region verwendet werden kann. Und nicht nur das: «Nach Möglichkeit sollten bei den Neubauten einheimische Baufirmen zum Zug kommen», schwebt dem Bürgermeister vor.

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