Buchloe
Die Hoffnung stirbt zuletzt

Die letzten drei Spiele vor der Winterpause haben die Hoffnung neu geschürt. «Solange es rechnerisch noch möglich ist, geben wir uns nicht auf», sagt Richard Heigl, Vorsitzender des Fußball-Kreisligisten FC Buchloe. Mit neun Punkten stehen die Kicker tief im Tabellenkeller, fast schon abgeschlagen. Gerade einmal vier Punkte haben die Buchloe aus den ersten 14 Spielen der Saison geholt, in der Rückrunde sind es bislang schon fünf. Ungeschlagen ist der Club seit dem 15. Spieltag obendrein. «Das sind alles erkennbare Zeichen, dass es wieder aufwärts geht», meint Heigl weiter. Die Buchloer Zeitung hat den FC Buchloe zu Beginn der Winterpause auf Herz und Nieren durchgecheckt.

l Die Heimschwäche: «Wir dürfen vor allem zu Hause kein Spiel mehr verlieren, wenn wir den Klassenerhalt schaffen wollen», sagt Heigl. Eine schwierige Aufgabe. Von Anfang August bis zum 22. November haben die Buchloer kein einziges Spiel im Alexander-Moksel-Stadion gewonnen, der einzige Punktgewinn gelang beim 1:1 im Derby gegen den FSV Lamerdingen. Dann kam der SV Schöneberg und der erlösende erste Heimsieg (1:0).

l Der Zuschauerzuspruch: Mit den Hochburgen der Kreisliga kann der FC Buchloe bei Weitem nicht mithalten. Während etwa nach Erkheim im Schnitt pro Partie 248 Zuschauer kommen, waren es beim Schlusslicht in sieben Spielen insgesamt 770, also 110 pro Begegnung. Nur in Schöneberg, Woringen und Mindelheim sind noch weniger Anhänger bei Heimspielen dabei.

l Der Trainerwechsel: Marian Agintaru ist mit zwei Treffern immer noch einer des besten Torschützen des FCB, als Trainer hat inzwischen aber ein anderer das Sagen. Nach der 1:4-Pleite beim TV Erkheim am 18. Oktober zogen die Verantwortlichen nach zwölf Spielen die Notbremse. Agintaru musste gehen, Peter Kuen übernahm. Zwar gab es für den neuen Coach zu Beginn seiner Amtszeit zwei herbe Klatschen - ein 1:5 in Buxheim und ein 2:7 in Ungerhausen -, anschließend ging es aber stetig bergauf. Heigl: «Er hat unseren Leuten den Spaß am Fußball wieder zurückgebracht und die Abwehr stabilisiert.»

l Was sonst noch war: Die schlechte Chancenverwertung und die fehlende Kaltschnäuzigkeit seien unter anderem schuld am schlechtesten Saisonstart seit vielen Jahren, meint Heigl. Nur 1,24 Treffer erzielte der FCB pro Partie, Christoph Halbedl ist mit fünf Treffern der erfolgreichste Angreifer. Dabei könnte die schlechte Platzierung aber auch daran liegen, dass die Buchloer mit dem Gegner zu nett umgehen: In der Fair-Play-Wertung der Kreisliga gehören sie mit einer gelb-roten und einer roten Karte zu den fairsten Mannschaften der Liga. Brutalste Truppe ist Aufsteiger Tur Abdin Memmingen mit vier roten und sechs gelb-roten Karten.

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Allgäuer Zeitung aus Kempten

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