Kempten
Die haupt- und ehrenamtlichen Mitglieder vom Bürgertreff Thingers engagieren sich für ihren Stadtteil

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Bürgerinnen und Bürger stellen sich im Stadtteil Thingers den sozialen Herausforderungen. Schon im Jahr 2001 als 'ikarus.thingers e.V.' mit seiner Vereinstätigkeit startete und auch heute noch.

Damals ging es darum, Neubürgern aus der ehemaligen Sowjetunion und anderen Hinzuziehenden das Einleben im Stadtteil zu erleichtern und mit ihnen gemeinsam ein soziales Miteinander zu schaffen. Heute haben ihre Kinder und Enkelkinder hier schon längst Heimat gefunden.

Circa 70 Ehrenamtliche Bürgertreff-Leute wirken im Augenblick in ihrer Freizeit für das Gemeinwohl. Ihre Basis ist der Bürgertreff. Jeder, der irgendwo im Ehrenamt mitmacht, erlebt dabei Freud und Leid, aber vor allem die Freude, die entsteht, wenn man mit anderen etwas Sinnvolles schafft. Im Sport zum Beispiel: Im Foyer des Bürgertreffs stehen die Pokale der erfolgreichen Volleyballmannschaft des ikarus.thingers e.V. Durch den Verein werden auch Fußball, Schwimmen für Frauen, Qui Gong und anderes in den Sportstätten Kemptens angeboten.

Stadtteilmanagerin

Träger und Verantwortlicher für das Bürgerbüro Thingers ist der Verein. Dort ist Ruth Haupt, die Stadtteilmanagerin, zuständig für Kontakte, führt intensive Gespräche, gibt Stadtteilbewohnern Ratschläge oder weist auf andere Einrichtungen hin. Ihr Auftrag ist es, Beziehungen und Verbindungen zwischen den Bewohnern auf zubauen oder Veranstaltungen für den Stadtteil zu organisieren. Der Stadtteilmanagerin obliegt auch die Belegung der Räume durch die verschiedenen Gruppen zu managen. Im Bürgertreff ist es inzwischen zeitlich und räumlich sehr eng geworden. 350 bis 400 Menschen gehen wöchentlich in den Räumen ein und aus. Vorschläge von Bürgern für Gemeinschaftsveranstaltungen wurden und werden immer wieder gern und gemeinsam umgesetzt. In Kürze wird zum Beispiel ein junger Mann aus Thingers mit einem neuen Theaterprojekt beginnen.

Täglich was los

Montags finden die Redaktionssitzungen des Thingers Zeitung Teams statt. Diese erscheint für den gesamten Stadtteil und die Randgebiete zweimonatlich. Das internationale Frauenfrühstück geleitet von Fikriye Deniz, neu im Angebot ist ein Gedächtnistraining. Tanzen und Bewegung für Kinder, die Umweltgruppe und Agenda 21 trifft sich einmal im Monat. Dienstags versammelt sich die Eltern-Kindgruppe, am Nachmittag findet der Malkurs unter Leitung des Malstudios mit Lena Wanner statt. Und am Abend können Frauen am Tanzen teilnehmen und für Erwachsene wird Sport angeboten. Einmal im Monat treffen sich die Kulturabteilung und der Vorstand. Dabei werden größere Veranstaltungen besprochen und geplant und dann in die Tat umgesetzt.

Mittwochs übt die deutsch-russische Singegruppe und es werden Traditionen der ehemaligen Heimat gepflegt. Für die Kinder findet Schach und Tischtennis statt. Die Projektleiterin für die Kultur-und Sprachpaten führt am Nachmittag ihre Sprechstunden durch und am Abend kommen die Frauen der Handarbeitsgruppe. Der 'Arbeitskreis Stadtteil-Entwicklung Thingers', koordiniert das Miteinander aller für den Stadtteil relevanten Einrichtungen.

So geht es an den anderen Wochentagen weiter. Donnerstag, Freitag. Für alle ist etwas dabei. Zwei Musikgruppen treffen sich sogar Sonntags. Größere Veranstaltungen wie Kabarett, Konzerte, Theater, Angebote beim Jazzfrühling oder zum interkulturellen Herbst finden im Saal des Bürgertreffs statt.

Und wer etwas vermisst? Er oder sie kann sich gern mit dem Vorstand des Vereins in Verbindung setzten, um die Idee mit anderen gemeinsam zu verwirklichen. Diese fünf Personen sorgen für Koordination des ganzen Gebildes und tragen auch Verantwortung. Öffentlichkeitsarbeit, Gelder für die einzelnen Projekte beantragen, ein klare Buchführung, rechtliche Dinge klären, Kontakte herstellen, Streit schlichten, Ungereimtheiten in Ordnung bringen, Konzepte entwickeln.

Großes Engagement

In diesem Miteinander vieler entstanden und entstehen Projekte. So wie vor zehn Jahren der 'Bürgerladen', in dem Lebensmittel günstig an sozial schwächere Bewohner weiter gegeben werden. Die 'Sprach- und Kulturpatenschaft' ist weit über Kempten hinaus bekannt und unterstützt mehr als 40 Grundschulkinder. Seit 2014 besteht der 'Hand in Hand-Laden', ein soziales Second-Hand Geschäft, in dem allein 21 Ehrenamtliche erfolgreich tätig sind. Auch relativ neu ist auch das 'Seniorenbüro', eine Anlauf- und Beratungsstelle für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Engagement mit und für den Stadtteil ist die Aufgabe, die sich die Bürgertreff ThingersLeute auf die Fahne geschrieben haben. Ihre 'Heimat' soll dieser Stadtteil sein: Jeder ist eingeladen mitzumachen, seine Ideen zu verwirklichen, seine Talente einzubringen, sich für den Stadtteil zu engagieren. Der Leitspruch ist: 'Wir fördern Gemeinschaft!'

Autor:

Redaktion extra aus Kempten

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