Röthenbach / Oberhäuser
«Die gute Seele des Hauses»

Seit 80 Jahren leben nun schon Schwestern des Ordens «Anbeterinnen des Blutes Christi» (ASC) im Josefsheim in Oberhäuser (Röthenbach). Seit 40 Jahren besteht auch die Kapelle in dieser Einrichtung. Deshalb findet am Sonntag, 11. Oktober, ein Fest zu Ehren der Schwestern und der Kapelle statt. Dazu werden auch ASC-Schwestern aus Schaan (Fürstentum Liechtenstein) eingeladen, wo die deutschsprachige Gemeinschaft des Ordens ihren Sitz hat.

Seit August 1929 leben Schwestern des ASC-Ordens im Josefsheim. Damals war das Josefsheim noch ein Bauernhof. Dessen ursprüngliche Besitzer suchten einen Käufer. Einige Schwestern des ASC-Ordens aus Liechtenstein, die sich für den Bauernhof interessierten, kauften das Gebäude und zogen im August 1929 nach Röthenbach um.

«Am Anfang boten die Schwestern Koch- oder Nähkurse für junge Frauen in der Umgebung an», erzählt Schwester Elisabeth Huber, Oberin im Josefsheim.

Betagtenbetreuung seit 1969

1969 gaben die Schwestern ihre Tätigkeit in der Landwirtschaft auf und übernahmen fortan die Betagtenbetreuung. Das Josefsheim wurde umgebaut und zusätzlich eine «Kostbar-Blut-Kapelle» errichtet. Im Oktober 1969 weihte der damalige Augsburger Bischof, Dr. Josef Stimpfle, die neue Kapelle ein.

«Dort fanden Gottesdienste für die Bürger aus der Umgebung und für die Betagten vom Josefsheim statt», berichtet Schwester Elisabeth Huber.

Unterstützung für Hauspersonal

Bis heute ist das Josefsheim ein Senioren- und Pflegeheim. Nach wie vor leben dort neun Schwestern des ASC-Ordens. Sie unterstützen vor allem das Hauspersonal bei deren täglicher Arbeit. «Wir arbeiten zum Beispiel im Garten, bereiten Gottesdienste vor oder kümmern uns um die Senioren», erzählt Schwester Elisabeth, die seit fast einem Jahr im Josefsheim arbeitet. «Die Schwestern übernehmen natürlich auch die wichtige Aufgabe der Sterbebegleitung», fügt der Einrichtungsleiter des Seniorenzentrums, Alexander Unold, hinzu.

Wesentlicher Teil des Glaubens

Der Gedanke, anderen Menschen zu helfen, sei auch ein wesentlicher Teil des Glaubens der ASC-Schwestern, erklärt Schwester Elisabeth: «Deshalb empfinden wir unsere Arbeit auch als Erfüllung.» Für Alexander Unold sind die Schwestern «die gute Seele des Hauses».

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