Nesselwang
«Die Götter lieben uns»

Schon in den ersten Tanzszenen ist zu spüren: Da wirbelt eine Truppe über die Bühne, die sich in rhythmischem Gleichklang gefunden hat. Vor dem ruhigen Bühnenbild machen sich die perfekt dargebotenen Tanzszenen besonders deutlich. Einer, der bei den Aufführungen der Ballettschule Schuster in der Alpspitzhalle deutlich herausstach, war Johannes Abt. Gleich bei seinem ersten Solo brandete Szenenbeifall für den 16-Jährigen auf.

Seit Herbst 2000, als er sich einer Freundin anschloss, um «mal reinzuschnuppern», hat ihn der Tanzvirus erfasst. «Ich hatte vorher keine Ahnung von Ballett oder vom Tanzen», lacht er, um gleich hinzuzufügen, dass «ich Ballett eigentlich hasse». Aber dass das Tanzen ihm unbändigen Spaß macht, zeigt er auf der Bühne mit immer wieder herausragender Leistung. «Ich wollte von Anfang an unbedingt aus der hinteren Reihe nach vorne».

Das ist ihm gut gelungen. Nun ist er in der ersten Reihe mit dabei, hat in Tamara Martin eine absolut ebenbürtige Akteurin und überrascht auch mit seinen tollen Kostümen. «Die sind alle selbst entworfen und genäht - fast alle», sagt der 16-Jährige.

Die Pause ist vorüber und Johannes dreht sich bei seinem nächsten Solo in auffallend schneller Pirouette - das hat er auch am meisten geübt. Er hat Ehrgeiz, der Schüler des musischen Gymnasiums in Marktoberdorf, der in seiner Freizeit auf dem Tennisplatz zu finden ist oder an der Orgel. Mit seinen Freundinnen Miriam und Caro, die mit im Ensemble tanzen, hat er wochenlang trainiert und besticht durch seine Ausdrucksstärke und Beweglichkeit.

«Die Götter lieben uns» schallt ein Ohrwurm aus dem Lautsprecher, und die Zuschauer lieben die Truppe um Stefan Schuster, der für die Choreografie verantwortlich zeichnet. Er hat «Aida», die Geschichte um Liebe und Tod, in ein romantisches Bühnenbild verpackt, seine Elevinnen wieder gefordert und beeindruckende Tanzszenen geschaffen. Das Publikum war begeistert und dankte für einen schönen Abend mit lang anhaltendem Applaus.

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