Hirschegg / Kleinwalsertal
«Die Gäste sollen das Tal erleben»

Auf der Fensterbank im Wohnzimmer stehen verschiedene Porzellanservice zur Auswahl, in der Küche testen Rafaela und Peter Hoeck Domig einen Samowar. Noch ist das Direktoren-Ehepaar bei den Vorbereitungen zur Eröffnung des Ifen Hotels auf sich gestellt - bis zum Start am 25. Juni soll das Hotelteam rund 100 Mitarbeiter umfassen. Das erfahrende Duo führte acht Jahre das Hotel «Esplanade Resort & Spa» in Brandenburg. Ursprünglich stammt Rafaela Hoeck Domig aus dem Kanton Wallis, aus dem einst die ersten Familien ins Kleinwalsertal kamen.

Schon jetzt liegen ein paar 1000 Buchungen vor

Das Direktoren-Ehepaar blickt mit Spannung der Hoteleröffnung entgegen. Ein paar 1000 Buchungen lägen bereits vor - schließlich wird hier ein Traditionshaus wieder zum Leben erweckt. 1936 erbaut, lockte das Hotel über Jahrzehnte Prominenz ins Kleinwalsertal. 2005 musste das Luxushaus schließen. Zwar wurde das Ifen Hotel nahezu komplett abgerissen - doch hat Architekt Hermann Kaufmann den charakteristischen Rundbau des alten Gebäudes übernommen. 33 Millionen Euro fließen in das Luxus-Projekt.

Peter Hoeck Domig sieht in dem Hotel reichlich Chancen für die Region: «Das Kleinwalsertal ist ein Generationental - mit dem Fünfsternehaus entsteht ein komplett rundes Angebot von der Ferienwohnung bis zum Luxushotel.» Auch werde das Tal von der Außenwerbung - etwa auf Messen - profitieren. Das Ifen Hotel ist Teil der Travel Charme Gruppe, zu der aktuell 13 Häuser gehören.

Ein Team von rund 100 Mitarbeitern zusammenzustellen sei wie ein großes Puzzle - schließlich müssten alle vom ersten Moment an gut zusammenarbeiten. «Wir sind Teil der Region. Wir wollen anderen Häusern keine Arbeitskräfte abwerben, hoffen aber auch auf einheimische Mitarbeiter», wählt Hoeck Domig diplomatische Worte. Bereits ab Herbst sollen zudem bis zu 15 Ausbildungsplätze besetzt sein.

Auch bewirbt sich das Ifen Hotel für das Österreichische Umweltzeichen - ein Prädikat für umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen. Unter anderen will man gezielt auf Produkte aus der Region zugreifen. Kontakte bestehen bereits - etwa zu Kräuterfrau Lydia Fritz. «Die Gäste sollen das Tal erleben», sagt der Hoteldirektor. Seine Frau Rafaela, die den 2300 Quadratmeter umfassenden Spa-Bereich betreuen wird, macht sich bereits konkrete Gedanken, wie Rohstoffe aus der Region zum Einsatz kommen könnten. In einer hauseigenen Manufaktur wird etwa an einer Seife mit Bergkräutern gearbeitet.

Zielgruppe sind neben Paaren, die Sport und Entspannung suchen, auch Familien. Zudem hat das Ifen Hotel eigene Tagungsräume. Hier plant das Direktorenehepaar auch öffentliche Ausstellungen oder Konzerte. «Auf keinen Fall wollen wir uns nach außen abschotten», betont Hoeck Domig. Seit zwei Monaten lebt er mit seiner Frau im Kleinwalsertal: «Die unaufgeregte, nach vorn gerichtete, mutige Art hier kommt unserem Naturell sehr entgegen.»

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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