Versammlung
Die Forstbetriebsgemeinschaft Oberallgäu freut sich über guten Holzpreis und große Nachfrage

Das Besondere am vergangenen Jahr war für die Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Oberallgäu: Es war ein ganz normales Jahr. Das berichtete Geschäftsführer Roman Prestele bei der Jahresversammlung im Gasthof Krone in Stein. Keine Orkane, kein harter Winter - dafür viel Niederschlag, was gut für den Wald und schlecht für den Borkenkäfer ist. Auch Johann Jordan, Vorsitzender der FBG, zeigte sich zufrieden mit 2010: Die wirtschaftliche Situation habe sich deutlich verbessert - unter anderem seien die Schnittholzpreise auf dem europäischen Markt gestiegen und die Nachfrage nach Energieholz sei groß. Die Ereignisse in Japan zeigten deutlich, dass die Energiewende zu erneuerbaren Energien sein müsse. «Das wird uns fordern», so Jordan. «Aber wir sind es den nachfolgenden Generationen schuldig.» Sorgen bereitet der prognostizierte Holzboom aber Dr. Ulrich Sauter vom Amt für Landwirtschaft und Forsten: Dadurch könne eine Holzlücke entstehen und die Nachhaltigkeit bei der Waldbewirtschaftung gefährdet sein. Er mahnte außerdem, dass alle Akteure dafür werben müssten, Holz und seine Produkte im regionalen Wirtschaftskreislauf zu halten. Denn: «Bald wird viel Geld verdient werden.»

Ums Geld ging es auch im Vortrag von Ulrich Conhoff von der Raiffeisenbank Süd. Ausführlich erklärte er die wirtschaftlichen Zusammenhänge, sprach über die hohe Verschuldung der Industrienationen und die Gefahr einer Inflation. Sein Fazit: «Sachwertanlagen gewinnen an Bedeutung.» Die Waldbesitzer können sich also freuen. Auch Jordan schlug in diese Kerbe: «Was wir besitzen, hat enormen Wert.»

Doch es ging nicht nur um den wirtschaftlichen Wert des Waldes, sondern auch um seine Bedeutung in anderen Bereichen: etwa fürs Weltklima oder als Erholungsraum für die Menschen. «Hier müssen wir der Gesellschaft zeigen, dass der Wald bei uns in den richtigen Händen liegt», so Johann Jordan. Als «Segen» bezeichnete der Vorsitzende das Projekt «Bergwaldoffensive», auf dessen Weiterführung er hofft.

Hier hatte Grünen-Landtagsabgeordneter Adi Sprinkart gute Nachrichten dabei: «Die Chance auf eine Fortführung stehen gut», sagte er. «Das wird die Staatsregierung wohl im Sommer verkünden.»

Schließlich standen bei der Versammlung noch Wahlen auf dem Programm: Zum Vorsitzenden wurde erneut Johann Jordan gewählt, Beisitzer sind nun Martin Dorner, Josef Eggensberger und Hannes Übelhör. Rechnungsprüfer ist wieder Norbert Kohler.

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