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Die Corona-Warn-App: installieren und nutzen? Das sollte man wissen

Corona-Warn-App: Soll helfen, die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen.
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Jetzt ist sie verfügbar: Die neue Corona-Warn-App der deutschen Bundesregierung. Kostenlos zum Download erhältlich im App-Store von Apple und bei Google Play. Es sei nicht die erste Corona-App weltweit, meint Helge Braun, Bundesminister für besondere Aufgaben am Dienstagmorgen bei der Vorstellung der Corona App. Er sei jedoch überzeugt, dass sie die beste sei.

Wissenswertes über die App:

  • Die Nutzung der App ist völlig freiwillig, die Corona-Warn-App kann der Nutzer jederzeit wieder löschen. 
  • Die Corona-App belastet das Datenvolumen der Nutzer nicht, betont Telekom-Chef Timotheus Höttges: "Alle Mobilfunkanbieter in Deutschland stellen diesen Dienst kostenlos zur Verfügung."  
  • Um die App nutzen zu können, brauchen Besitzer von Android-Geräten mindestens die Version 6.0 (Marshmallow). Apple-Nutzer benötigen ein Gerät mit iOS 13.5. Voraussetzung für die Nutzung der App ist außerdem, dass auf dem Smartphone die COVID-19-Funktion aktiviert ist.
  • Achten Sie darauf, die App aus den offiziellen Store herunterzuladen und ausdrücklich nach der Corona-Warn-App zu suchen. Ansonsten besteht die Gefahr, Tracing-Apps zu installieren, die man eigentlich gar nicht haben wollte und die Daten sammeln, die man nicht preisgeben möchte. 
  • Die App soll helfen, Infektionsketten schneller und umfassender zu erkennen und effektiv zu unterbrechen. Damit die App ein möglichst vollständiges Bild der Infektionsketten aufzeichnen kann, müssen laut Experten zwischen 50 und 60 Prozent der Menschen, die ein Smartphone besitzen, die App installiert haben. Laut Telekom-Chef Höttges besitzen über 50 Millionen Menschen in Deutschland ein Handy.

Testergebnis teilt der User freiwillig

Nach Angaben der Bundesregierung nutzt die Corona-Warn-App die Bluetooth-Low-Energy-Technik. Dadurch kann die App den Abstand und die Begegnungsdauer zwischen Personen messen, die die App installiert haben. Das heißt: Sobald man anderen Smartphones, auf denen die Apps installiert ist, über 15 Minuten oder länger näher als etwa zwei Meter kommt, tauschen die Geräte untereinander Zufallscodes aus. Wird ein App-Nutzer positiv auf das Coronavirus getestet, kann er das Testergebnis freiwillig über die App teilen. Dadurch werden andere App-Nutzer informiert, dass sie Kontakt zu dem Infizierten hatten. Wer sich genau mit dem Virus infiziert hat, wird nicht aufgezeichnet und ist für andere Nutzer nicht sichtbar. 

Wird ein App-Nutzer positiv auf das Coronavirus getestet, kann er das Testergebnis freiwillig über die App teilen. Dadurch werden andere App-Nutzer informiert, dass sie Kontakt zu dem Infizierten hatten.
  • Wird ein App-Nutzer positiv auf das Coronavirus getestet, kann er das Testergebnis freiwillig über die App teilen. Dadurch werden andere App-Nutzer informiert, dass sie Kontakt zu dem Infizierten hatten.
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Daten bleiben anonym, werden nur auf dem eigenen Smartphone gespeichert

Laut der Allgemeinen Rechtsschutz-Versicherungs-AG (ARAG) gelten alle Vorschriften der Datenschutzgrundverordnung ohne Einschränkung auch für die Corona-App. Demnach werden personenbezogene Daten ausschließlich dezentral auf dem jeweiligen Smartphone gespeichert. Das heißt: Die Daten bleiben anonym und werden nicht an Behörden weitergeleitet. Ob man sich bei einer Warnung der App testen lässt, bleibt eine freiwillige Entscheidung. Die App gebe Empfehlungen und keine Anweisungen, meint Gesundheitsminister Jens Spahn. Nach 14 Tagen sollen die gespeicherten Daten wieder gelöscht werden. "Jede Pizza-Bestellung, jeder Online-Kauf, jede Nutzung von Social-Media veröffentlicht mehr Daten von mir", so SAP-Vorstand Jürgen Müller. 

Laut der Allgemeinen Rechtsschutz-Versicherungs-AG (ARAG) gelten alle Vorschriften der Datenschutzgrundverordnung ohne Einschränkung auch für die Corona-App.
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Spahn: App kein Allheilmittel, kein Freifahrtschein

Die App sei ein weiteres, wichtiges Werkzeug bei der Eindämmung der Corona-Pandemie, so Spahn. Die Warn-App sei aber kein Allheilmittel und kein Freifahrtschein: "Die App ersetzt nicht vernünftiges handeln oder aufeinander achtgeben." Hygiene- und Abstandsregeln müssen auch weiterhin konsequent eingehalten werden.

Durch die Lockerungen der Corona-Beschränkungen kommen die Menschen immer häufiger mit anonymen Personen in Kontakt. Sei es im Zug, im Bus oder auf einer Demonstration. Gerade in Situationen in denen "man nicht weiß, wer ist den der oder die neben mir" mache die App einen "entscheidenden qualitativen Unterschied", so Spahn.

Ironischer Umgang mit Daten-Tracking in den sozialen Netzwerken

Die Corona-Warn-App wird auch in den sozialen Netzwerken (Facebook, Twitter etc.) heiß diskutiert. Soll man oder soll man nicht? Ein Post eines Facebook-Users wurde bereits sehr oft geteilt und soll darauf hinweisen, dass die Sorgen wegen dem Daten-Tracking der App unbegründet sind, wenn man sich ansonsten auf sozialen Netzwerken aufhält und auf diese Weise ohnehin schon jede Menge persönlicher Daten freiwillig ins Netz stellt.

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