Balderschwang
Die Botschaft Gottes geht in die Welt

Auch wenn die von Baustellen gesäumte Zufahrt über den Riedbergpass beschwerlich ist und am Samstag Wolkenbäusche überm Hochtal von Balderschwang den Eindruck von Abgeschiedenheit verstärkten, ist Bayerns höchstgelegenste Gemeinde mitten in der Welt zu Hause. Es genügt, den katholischen Hörfunksender Radio Horeb einzuschalten, der aus Balderschwang hinausstrahlt. Noch dazu waren am Wochenende 2000 christlich geprägte Menschen aus Süddeutschland, aus der Schweiz und Luxemburg ins Bergdorf gereist. Sie wollten dabei sein, wie der Augsburger Bischof Walter Mixa das 2,2 Millionen Euro teure Medienhaus des Privatsenders weiht. Am Rundfunkgerät daheim konnte das Zeremoniell live mitverfolgt werden.

Man kann keine bessere Botschaft durch den Äther streuen als die Botschaft von einem Leben mit Gott. Dies unterstrich der schwäbische Oberhirte in seiner Predigt. Radio Horeb gehe mit seinen Sendungen auf wichtige Fragen zum Sinn des Lebens ein. Aufbauendes, Tröstliches und Wegweisendes würden vermittelt, sagte Bischof Mixa, der die Messe zusammen mit seinem pakistanischen Amtsbruder Dr. Andrew Francis und einem Dutzend weiterer Geistlicher zelebrierte.

Pfarrer Dr. Richard Kocher, der Leiter von Radio Horeb und gleichzeitige Gemeindepfarrer, verlas das Bibelwort zum Tage: «Er selber hat das getan». Gemünzt war dies auf Gott. Es ist die innerste Überzeugung von Radiomacher Kocher, dass die Vorsehung des Schöpfers mit am Werk gewesen sei.

Denn quasi aus dem Nichts heraus sind bereits 80 Prozent der Kosten für das mit modernster Studiotechnik ausgestattete neue Funkhaus gedeckt, allein durch private Spenden.

Kaiser: «Am Puls der Zeit»

Bereits am Vorabend des Festtags hatten nach einer Altarweihe in der Medienhaus-Kapelle Bürgermeister Werner Fritz und Landrat Gebhard Kaiser den Rundfunk-Leuten ihre Anerkennung gezollt. In der Höhe sei man eh Gott näher. Und inmitten der Natur um Balderschwang herum könne man sich stärker auf den Glauben konzentrieren. So beschrieb Fritz, warum seine kleine Gemeinde 1994 als Basisstation für die Verbreitung des Glaubens über den Äther erwählt wurde.

Dank des Radiosenders mit seiner Satelliten-Technik verfügt nun auch jeder Einwohner mit Internet-Anschluss über einen superschnellen Zugriff auf die virtuelle Welt. Mit dem von Redakteuren, Moderatoren und ehrenamtlichen Referenten verbreiteten christlichen Werteverständnis bewege sich das Hörfunk-Team «am Puls der Zeit», nickte Kreischef Kaiser anerkennend.

Den ganzen Tag am Mikrofon

Michael Wielath ist einer dieser Redakteure, die von 6 bis 22 Uhr jeden Tag vorm Mikrofon hocken. Nachts werden wichtige Beiträge vom Tag wiederholt.

Wenn Wielath mit seinem Jugendprogramm auf Sendung geht, nimmt er in einem der beiden ultramodernen mit Schaumstoff ausgekleideten Studios Platz, die am Samstag in kleinen Gruppen besichtigt werden durften.

Und Simon Dach aus dem Odenwald ist einer jener vielen freien Mitarbeiter, die ihre Moderatoren-Beiträge daheim schneiden und per Internet an die Sendezentrale unterhalb des Riedbergs schicken.

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