Kaufbeuren
Die Beethovenschule als Dessert

Feierlich wurde Heinz Simm (62) im Pfarrsaal von St. Ulrich als Rektor der Beethovenschule verabschiedet. Dieser leitete die Einrichtung seit 2002 und geht zum 1. August in Altersteilzeit. Konrektor Christian Gebauer sprach von einem «wehmütigen Moment». Durch seine uneigennützige Art und dem Bestreben, immer die Lösung zu finden, die für alle Beteiligten sinnvoll ist, habe Simm einen maßgeblichen Beitrag zum angenehmen Schulklima geleistet.

Gutes Verhältnis gelobt

Oberbürgermeister Stefan Bosse - er besuchte früher selbst die Beethovenschule - bedankte sich bei Simm und lobte die gute Zusammenarbeit, die in der «Schulfamilie Beethovenschule» zwischen Eltern, Kindern und Lehrern besteht. Er betonte, dass Simm eine maßgebliche Veränderung für die Bildungsstätte eingeleitet habe, indem er sich für den Bau von neuen Räumen und die Erweiterung zur Hauptschule eingesetzt habe. «Ihr seid jetzt Mittelschule» sagte der OB zu Gebauer und dem neuen Rektor, Christoph Vogg.

Frank Hortig, Personalratsvorsitzender im Bayerischen Lehrerverband, und die Vertreter der Schulleiter Kaufbeurens, Michael Zettler und Herbert Stumpe, verabschiedeten sich ebenfalls von Simm. Zettler und Stumpe erinnerten an die humorvolle und gelassene Art, mit der der Rektor seine Arbeit anging.

Er habe immer den kürzesten Dienstweg gewählt und bei «übergeordneten Stellen kein Blatt vor den Mund genommen, um auf Missstände hinzuweisen», erzählt Zettler.

Zwei wichtige Fragen klärten die Schüler der 3a in ihrem Theaterstück: Wie kam die Beethovenschule zu ihrem Namen und wie schreibt man den Namensgeber eigentlich richtig. Schüler und Lehrer boten des Weiteren ein buntes Programm mit musikalischen Beiträgen.

Eva Severa-Saile vom Schulamt überreichte Simm «für die bunte Arbeit einen bunten Strauß» Blumen. Für den 62-Jährigen hätten stets die Kinder im Mittelpunkt gestanden und er habe sich in seiner Planung nicht auf die Gegenwart und Einzelheiten beschränkt.

«Gemischte Gefühle»

Simm selbst beschrieb seinen Abschied als «instabile Übergangssituation», der er mit gemischten Gefühlen gegenüber stehe. Seine Schulleiterlaufbahn verglich er mit einer Menüfolge: Die Vorspeise war seine Zeit in Hirschzell, dann folgte als Hauptgang, der ihm «reichlich viele und neue Kost» bescherte, die Stelle in Buchloe. Als Dessert stand dann die Beethovenschule auf der Speisekarte.

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